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Eintracht Frankfurt Torro besticht durch hohe Präsenz

Der spanische Neuzugang Lucas Torro zeigt gute Ansätze. Nach den Abgängen von Boateng und Mascarell kann der 23-Jährige zum neuen Chef im Mittelfeld werden.

Lucas Torro
Kommt aus Osasuna nach Frankfurt und soll Omar Mascarell ersetzen: Lucas Torro. Foto: imago

Aggressive Zweikampfführung, Ballsicherheit, hohe Präsenz – Lucas Torro macht in seinen ersten Tagen im Dress der Frankfurter Eintracht einen vielversprechenden Eindruck. Schon jetzt ist klar, gerade mal eine Woche nach der Verpflichtung des talentierten Spaniers, der 23-Jährige dürfte nach den Abgängen von Omar Mascarell und Kevin-Prince Boateng zum neuen Chef im Mittelfeld des deutschen Pokalsiegers werden. „Meine Spielweise ist es, möglichst viele Bälle zu erobern, am Boden und in Kopfballduellen. Natürlich möchte ich dann auch noch die Angriffe ankurbeln“, erklärte Torro: „Es geht immer um die richtige Balance.“

Beim 1:1 gegen Real Salt Lake hatte der jüngste von sieben Geschwistern diese schon mal gefunden. Er gab als einziger Sechser vor einer Viererabwehrkette den Ton an, er bestimmte den Rhythmus des Frankfurter Spiels, suchte abwechselnd den sicheren, dann aber auch den risikoreicheren Pass. „Es ist ein gutes Gefühl, für die Eintracht auf dem Platz zu stehen“, ließ der Spanier kurz nach seinem ersten 45-Minuten-Einsatz für die Hessen von Eintracht-Dolmetscher Stéphane Gödde übersetzen. „Aber wir müssen natürlich noch reinfinden und den Rhythmus aufnehmen.“. In der ersten Hälfte hatte noch Jonathan de Guzman die Position vor der Abwehrreihe besetzt, Torro wusste nach seiner Einwechslung mehr zu überzeugen.

Auch wenn die Vorbereitung bei einer deutschen Mannschaft im Vergleich zur spanischen Heimat „relativ hart“ sei, so Torro, habe er sich schnell in der Mannschaft eingelebt. Der Mittelfeldspieler ist davon überzeugt, dass der Schritt ins Ausland ein guter war. „Ich hatte durchaus das eine oder andere Angebot aus Spanien vorliegen. Aber ich habe gedacht: Dieser Schritt nach Frankfurt ist für mich der richtige, weil die Eintracht der Verein ist, der mir am meisten zugesagt hat“, sagte Torro.

Und tatsächlich, in Utah passt sich die Stimmung des Spaniers fast durchweg den sonnigen Bedingungen an. Der 23-Jährige strahlt, lacht, scherzt gar schon auf Englisch mit den Teamkollegen, während ansonsten häufig der ebenfalls spanisch sprechende Argentinier David Abraham als Übersetzer aushilft. Um künftig auch mehr auf Deutsch kommunizieren zu können, arbeitet der bei Real Madrid fußballerisch ausgebildete und nun für 3,5 Millionen Euro von den Königlichen geholte Neue am Fußball-Grundvokabular. „Links und rechts“, sagte er, „solche Wörter sind auf dem Feld enorm wichtig. Da lerne ich momentan jeden Tag dazu.“

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