Lade Inhalte...

Eintracht Frankfurt Smart am Ball

Eintracht-Mittelfeldmann Jonathan de Guzman hat sich festgebissen und gehört mittlerweile zur Stammelf.

Jonathan de Guzman
Gute Haltungsnoten: Jonathan de Guzman weiß, wie?s geht. Foto: imago

Natürlich hat sich Jonathan de Guzman den in seiner Deutlichkeit überraschenden 3:0-Sieg der niederländischen Nationalmannschaft am Samstag gegen die DFB-Auswahl nicht entgehen lassen. „Sehr smart“ hätten die Holländer gespielt, sagte er am Montagvormittag nach der Trainingsarbeit mit den verbliebenen Frankfurter Profis, zu denen auch Torwart Kevin Trapp, David Abraham und Lucas Torro zählten. Er hat dabei gelächelt, schließlich gehörte er einst selbst dem Oranje-Team an, 15 Länderspiele hat er absolviert, seit seinem zwölften Lebensjahr lebte der im kanadischen Ontario geborene de Guzman in Rotterdam, eher er fußballspielend die Welt erkundete, in Italien, England und Spanien kickte.

Der Mann, 31 Jahre alt, hat also schon einiges erlebt, er ist einer der Routiniers im Frankfurter Team, den so schnell nichts aus der Fassung bringt. Deshalb war er auch nicht sonderlich beunruhigt, dass er zu Beginn der Saison aus der Mannschaft geflogen war, nachdem er im Supercup und im Pokal noch in der Startelf gestanden hatte. Danach aber war sein Platz auf der Ersatzbank, er kam nur sporadisch zum Einsatz. Er hat das nicht gut gefunden, aber akzeptiert: „Es ist unsere Pflicht, hart zu arbeiten und jederzeit auf Einsatzgelegenheiten vorbereitet zu sein. Aktuell bin ich an der Reihe und für die Mannschaft da. Aber jeder muss vorbereitet sein, das ist eine lange Saison“, sagt er.

Seit drei Spielen gehört Jonathan de Guzman, dessen Bruder Julian zwischen 2002 und 2005 für Hannover 96 auflief und anders als Jonathan für die kanadische Nationalelf spielte, wieder zur Startformation - und dreimal verließ Eintracht Frankfurt in den Spielen gegen Hannover, Lazio Rom und Hoffenheim den Platz als Sieger. Zufall? „Die drei Siege haben uns gut getan.“ Mittlerweile sei „unser Selbstbewusstsein enorm“.

An den Erfolgen hatte de Guzman großen Anteil, gegen Hannover bereitete er einen Treffer vor, erzielte zudem sein allererstes Tor für Eintracht Frankfurt - ein Tor freilich, das auch ein D-Jugendspieler hätte erzielen können. Nach der brillanten Vorarbeit von Ante Rebic hatte de Guzman aus fünf Metern die Kugel nur noch ins leere Tor schieben müssen. Aber er war immerhin als einziger Frankfurter mitgelaufen und hatte sich angeboten. In den Spielen auf europäischer Ebene gegen Marseille und Rom fielen jeweils nach seinen Eckbällen Tore. Gegen Fortuna Düsseldorf an diesem Freitag dürfte der 31-Jährige mit einiger Sicherheit wieder beim Anpfiff auf dem Rasen stehen.

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen