26. Februar 201713°C Frankfurt a. M.
Lade Inhalte...

Eintracht Frankfurt Sechs Neue für sechs Millionen

Eintracht Frankfurt treibt die Planungen für die erste Liga weiter voran: Sechs Spieler sollen den Aufsteiger demnach noch verstärken. Aufsichtsrat und Vorstand unterstützen die Pläne. Sechs Millionen Euro können ausgegeben werden.

Rob Friend will sich für die Eintracht querlegen, doch darf er? Foto: Hübner

Am Freitagmorgen sind in Frankfurt Vertreter des Aufsichtsrats und des Vorstands der Eintracht-Fußball AG zusammengetroffen, um erste Pflöcke für die Zukunft in den Boden zu rammen.

Auch Sportdirektor Bruno Hübner durfte während des Strategiegesprächs nicht fehlen, er war sogar der entscheidende Mann, präsentierte sein Konzept für Liga eins und eine Liste mit bereits kontaktierten Neuzugängen.

Jung, schnell, hungrig

Sechs Spieler sollen den Aufsteiger demnach noch verstärken, dann käme die Eintracht auf insgesamt neun Neue. Die nun auserkorenen Kandidaten haben die Gremien überzeugt. Denn sie befinden sich genau auf der Linie, die die Eintracht (und gerade Trainer Armin Veh) verfolgen will: jung, schnell, hungrig.

Dem Vernehmen nach sind bei den Umworbenen solche Spieler dabei, die Talent und Perspektive in sich vereinen, auch schon in der Bundesliga zu Hause sind, den Durchbruch aber noch nicht geschafft haben. Mit dieser giftigen Mannschaft, glauben die Frankfurter, werden sie die Bundesliga zwar nicht aufmischen und auch nicht im vorderen Drittel landen, aber sich doch mit Laufstärke, Intensität und Willen behaupten können.

Hübner will handeln

Die Eintracht kalkuliert weiterhin mit einem Spieleretat von 24, 25 Millionen Euro, in diesem Budget sind die Gehälter für die Profis enthalten ? nicht aber die Ablösesummen, die der Klub noch ausgeben will, veranschlagt sind da sechs Millionen Euro. Über dieses Investitionsvolumen besteht in allen Gremien Konsens.

Um noch finanziellen Spielraum zu haben, versucht Manager Hübner, die Kaufoption (1,5 Millionen Euro) bei Bamba Anderson erst im nächsten Jahr zu ziehen und den Innenverteidiger bis dahin von Borussia Mönchengladbach noch mal auszuleihen.

Auch die hohe Ablöse bei Erwin Hoffer (zwei Millionen) wird Hübner nicht bezahlen, da will er den SSC Neapel bis ganz unten handeln.

Poker bis zum Schluss

Die Eintracht sucht auf jeden Fall einen Linksverteidiger (für Constant Djakpa), einen offensiven Mittelfeldspieler (als Backup für Alex Meier), einen Innenverteidiger (als Partner von Anderson) und einen oder zwei Stürmer (als Alternative zu Mohamadou Idrissou).

Hübner geht davon aus, dass er die Spieler, die die Eintracht abgeben will (Friend, Amedick, Djakpa, Tzavellas, Clark), erst kurz vor Rundenstart tatsächlich von der Gehaltsliste bekommt. Bisher haben aber gerade Amedick und Friend einen Wechsel kategorisch ausgeschlossen.

Die Eintracht plant mit 20, 21 Feldspielern, drei Torhütern und drei, vier Nachwuchskräften. Dabei muss es sich nicht um die eigenen Talente Alexander Hien, Erik Wille und Julian Dudda handeln, die ab Sommer Profiverträge besitzen. Sie sollen nach der Vorbereitung erneut bewertet und gegebenenfalls ausgeliehen werden.

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
  • Nutzungsbasierte Onlinewerbung
  • Mediadaten
  • Kontakt
  • Wir über uns
  • Impressum