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Eintracht Frankfurt - SC Freiburg Gut gewappnet für die Rückrunde

Eintracht Frankfurt will mit einem Sieg in die Rückserie starten. Comeback von Mascarell?

Niko Kovac
Niko Kovac gibt den Takt vor. Foto: Imago

Der Frankfurter Trainer Niko Kovac hat einen Tag vor dem fälligen Bundesligaspiel ein ganzes Füllhorn an Lob über den Freiburger Kollegen Christian Streich ausgegossen. Er sei „authentisch“, sei keiner, „der Masken aufsetzt“. „Was Christian in Freiburg leistet, ist für mich einzigartig. Für mich ist er der Trainer, der in der Bundesliga am meisten erreicht. Wenn man sieht, wie viele Abgänge er immer ersetzen muss, dass ihm jedes Jahr zwei, drei wichtige Spieler aus den Rippen geschnitten werden.“ Im Grunde hätte sich niemand gewundert, wenn Kovac dem Kollegen auch gleich die drei Punkte als Gastgeschenk versprochen hätte.

So weit geht die Hochachtung dann doch nicht. Nichts lieber als einen Sieg will Niko Kovac heute Nachmittag einfahren, ein Sieg, der weiterhelfen soll auf dem Weg zu einer ruhigen, unbeschwerten Saison, die man in Frankfurt spielen will. Und wenn das geschafft sein sollte, ja dann könne man „gewisse Sachen angehen, die im stillen Kämmerlein schlummern“. Dort schlummert der Traum vom Europapokal. Kovac sieht sein Team „gewappnet“ für die Rückserie, er hat „die Jungs“ in dieser Woche sogar gelobt für ihre „Moral und Arbeitsintensität“, sie sei „gefestigter als im letzten Jahr“, weshalb der 46 Jahre alte Coach einen ähnlichen Einbruch beinahe ausschließen will. „Wir haben die kurze Vorbereitungszeit sehr gut genutzt. Körperlich sind wir auf einem sehr guten Niveau. Technisch und taktisch haben wir auch einen Schritt nach vorn gemacht.“

Heute treffen zwei Teams aufeinander, die ihre ganz speziellen Probleme haben: Der Sportclub ist auswärts nicht besonders gut, er hat die meisten Gegentore (25) kassiert, eine miese Zweikampfbilanz (48,4 Prozent) und den wenigsten Ballbesitz. Er trifft aber auf ein Team, das zu Hause in dieser Saison erst zweimal gewonnen hat, im ganzen Jahr 2017 sogar nur dreimal, dennoch hofft Kovac auf „ein interessantes Spiel“.

Die Eintracht wird wieder versuchen, ihre Tugenden in die Waagschale zu werfen. Unangenehm zu bespielen sein, dicht gestaffelt zu stehen und auf Konter zu lauern. Dabei hat Kovac bei der Analyse festgestellt, dass Eintracht Frankfurt die Mannschaft in der Liga sei, die die meisten Treffer nach Ballgewinn erzielt habe. Für diese sieben Treffer benötigten die Hessen ganze zehn Sekunden. Paradebeispiel dafür war das 2:0 gegen Schalke, als Mijat Gacinovic einen Fehler der Schalker provozierte und Sebastien Haller kurz darauf per Hacke traf.

Auf Stopper David Abraham kann die Eintracht nicht zurückgreifen, er sei nach seiner Wadenblessur „keine Alternative“, bei Linksaußen Ante Rebic besteht immerhin leichte Hoffnung, gestern hat der erkältete Kroate immerhin trainiert. Der Ausfall des kraftstrotzenden Stürmer würde die Eintracht arg schwächen, „Wenn Rebic auf dem Spielberichtsbogen steht, ist es für den Gegner etwas anderes als wenn er nicht drauf steht“, sagt der Coach.

Ob Omar Mascarell schon von Anfang spielt, ließ er offen. Immerhin ist er fit. Ganz so weit ist Marco Fabian nach seiner Bandscheibenoperation nicht. „Er denkt, wenn er zu 100 Prozent gesund ist, ist er auch zu 100 Prozent fit. Dem ist aber nicht so“, sagte der Trainer über seinen spielstarken Mexikaner. „Er brennt. Wir hätten ihn auch lieber schon gestern wieder dabei gehabt. Er braucht aber Zeit. Wir wollen ihn in den nächsten zwei, drei Woche so aufpäppeln, dass wir ihn ab dem 1. Februar wieder zur Verfügung haben.“ 

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