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Eintracht Frankfurt Saurer Apfel

Mijat Gacinovic könnte in Hannover auf der ungeliebten Sechs spielen - weil der Eintracht die Alternativen fehlen.

Miajt gacinovic
Miajt Gacinovic ist vielseitig verwendbar, auch in der ungeliebten Defensive. Foto: pressehaus

Am späten Montagabend hat sich die serbische Nationalmannschaft für die WM in Russland qualifiziert, entsprechend ausgiebig wurde in Belgrad gefeiert. Doch knapp 16 Stunden später, stand Mijat Gacinovic wieder auf dem Trainingsplatz im Stadtwald, so, als wäre nichts passiert. Klar hat sich der 22-Jährige riesig gefreut über den Erfolg seines Teams, in das er erstaunlich schnell gefunden hat. Aber bis in die tiefe Nacht hat er nicht gefeiert, ganz im Gegenteil, stattdessen hat er sich mit seiner Familie getroffen, einen Tag später traf er ausgeruht in Frankfurt ein.

Das sagt einiges über die Mentalität des schmächtigen Mittelfeldspielers; auch dass er dann gleich wieder Gas gegeben hat im Training. Gacinovic ist ohnehin einer, der immer 100 Prozent gibt, im Spiel sowieso, aber auch im Training. „Wir müssen ihn regelrecht bremsen“, sagt Trainer Niko Kovac. Der kleine Mann gehört meist zu jenen Spielern, die die weitesten Wege auf dem Rasen gehen, zwölf, 13 Kilometer sind keine Seltenheit, dazu zieht er oft auch die meisten Sprints an.

Inzwischen Stammspieler

Mijat Gacinovic, seit mehr als zwei Jahren in Frankfurt, ist der Eintracht-Spieler, der sicherlich den größten Entwicklungssprung gemacht hat. Als er zur Eintracht kam, unter Trainer Armin Veh noch, wirkte er beinahe zerbrechlich, es schien schwer vorstellbar, dass sich dieser „Hänfling“, wie die FR einmal schrieb, in der Bundesliga durchsetzen würde. Nun, er hat sich durchgesetzt.

Der Mittelfeldspieler ist seit der abgelaufenen Saison unangefochtener Stammspieler, hat einen Reifeprozess durchlaufen, auch in dieser Runde hat er sechs der sieben Spiele für die Hessen absolviert. Sein Spiel wirkt nicht mehr ganz so jugendlich. Auch physisch hat er zugelegt. „So leicht schubst mich jetzt keiner mehr weg“, hat er kürzlich im FR-Interview gesagt. Das hat auch Vorstand Axel Hellmann registriert, der sich vorstellen kann, den flinken Spieler irgendwann für sehr viel Geld zu verkaufen, auch wenn ein kanadischer „Investment-Fonds“ Transferrechte besitzt und der Wechsel von FK Vojvodina 2015 über den zyprischen Verein Apollon Limassol abgewickelt wurde, für den Gacinovic nie gespielt hat.

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