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Eintracht Frankfurt Permanentes Facelifting

Die Eintracht greift für Evan N’Dicka tief in die Tasche. So gestärkt bricht das Team ins Trainingslager in die USA auf.

Fussball 1.Bundesliga, Eintracht Frankfurt Training
Und es hat Zoom gemacht: Neuzugang Lucas Torro (im gelben Leibchen) haut Taleb Tawatha um. Foto: Jan Huebner (Jan Huebner)

Er liebe die Bundesliga, erzählte der Spanier Lucas Torro gleich in seinem ersten Interview auf deutschem Boden, die Spielweise hierzulande komme ihm sicher entgegen, „sehr körperbetont, sehr physisch, dafür habe ich ein Faible“. So, als wolle er seinen Worten im klubeigenen TV Nachdruck verleihen, trat der 23-Jährige dann gleich in seinem ersten Training für Eintracht Frankfurt auf – und zu. Nach gut einer Stunde bügelte Torro mit einer piekfeinen Blutgrätsche einen Gegenspieler so rüde von den Beinen, dass sich Neymar wahrscheinlich heute noch am Boden kugeln würde. Glücklicherweise war das Opfer nicht Neymar, sondern Taleb Tawatha. Der stand mannhaft wieder auf und nahm auch die brave Entschuldigung des Mannes an, der vom Erscheinungsbild so ein bisschen an Mats Hummels erinnert.

Lucas Torro, der für 3,5 Millionen Euro von Real Madrid gekaufte Mittelfeldspieler, mischte gleich im ersten Trainingsspiel munter mit, wirkte so, als sei er schon ein Jahr und nicht erst einen Tag in Frankfurt. Kapitän David Abraham hat den zuletzt für Osasuna spielenden Profi im Kollegenkreis eingeführt, „er ist gut aufgenommen worden, hat schon die ersten Witze gemacht“, berichtete Timothy Chandler, der alte Haudegen über den neuen Feger, der einen Fünfjahresvertrag bei den Hessen unterschrieben hat. „Aber bei uns war es schon immer einfach, in die Truppe integriert zu werden.“ Sollte es auch sein, Jahr für Jahr verändert die Mannschaft ja ihr Gesicht, ein permanentes Facelifting im regelmäßigen Turnus.

Der andere Neue, der Franzose Evan Obite N’Dicka, war gestern noch nicht auf dem Übungsplatz anzutreffen, hatte gemeinsam mit Dolmetscher Stephane Gödde einige administrative Angelegenheiten zu klären. Der 18-Jährige, der Talentschmiede von AJ Auxerre entsprungen, kommt mit allerlei Vorschusslorbeeren nach Frankfurt. Der Innenverteidiger, bis 2023 gebunden, gilt als hoffnungsvolles Talent. Trainer Francis Gillot bescheinigt seinem Ex-Schützling „großes Potenzial“, er habe ihm mit auf den Weg gegeben: „Du kannst eine große Karriere hinlegen.“

Sechs Millionen Ablöse

Trainer Adi Hütter ist überzeugt von N’Dicka: „Er ist ein junger, interessanter Verteidiger, der für sein Alter schon eine gute Spieleröffnung hat. Ein Perspektivspieler mit Zukunft.“ Der aber in der Gegenwart schon funktionieren sollte, vielleicht nicht sofort, aber doch recht bald. Denn preisgünstig war der Juniorennationalspieler eher nicht.

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