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Eintracht Frankfurt Nur aufgeschoben

Eintracht-Antreiber Sebastian Rode wäre bei der Nationalelf dabei gewesen ? muss aber dieses Mal wegen seines maladen Zehs noch passen.

Der malade Zeh verhindert die Einladung: Sebastian Rode. Foto: Stefan Krieger

Auch am Dienstag stieg Sebastian Rode früher aus. Das doch recht intensive Trainingsspiel auf dem Kleinfeld schenkte sich der Frankfurter Mittelfeldantreiber, sein angeknackster Zeh bereitet ihm noch immer Probleme. Also drehte der in dieser Saison so überragende 22-Jährige noch ein paar Runden, ehe er in Richtung der Umkleidekabinen trottete. Wenn der malade Fuß nicht wäre, dann wäre Rode mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit dieser Tage sowieso nicht in Frankfurt, sondern in Amsterdam, Niederlande. Dort trifft die deutsche Nationalmannschaft heute auf die Auswahl Hollands ? und der begehrte Eintracht-Profi wäre, so pfeifen es die Spatzen von den Dächern, in Joachim Löws elitären Kreis aufgenommen worden. Rode selbst ahnt das. „Ich hätte mir auf jeden Fall Hoffnung gemacht“, sagte er. „Das ist natürlich ärgerlich, aber da kann man ja nichts machen.“

So wird der verhinderte Nationalspieler dem designierten Nationalspieler die Daumen drücken. „Ich schaue mir im Fernsehen an, was der Sebi so treibt“, befand Rode grinsend. Sebastian Jung, der Eintracht-Kollege, der womöglich zum ersten Länderspieleinsatz eines Eintracht-Spielers seit 1999 (Horst Heldt) kommen wird. „Von Beginn an wird er aber wohl eher nicht spielen“, sagte Trainer Armin Veh nach einem Telefonat mit Löw. Veh gibt Sebastian Rode auch den Tipp, sich nicht zu grämen. „Die Nationalmannschaft läuft ihm nicht weg, früher oder später wird er es sowieso schaffen.“

Rode wird aber freilich am Samstag gegen den FC Augsburg auflaufen, die Schmerzen halten sich durch die Medikamenteneinnahme in Grenzen und am Spieltag wird der Fuß mit Spritzen betäubt. „Da merke ich nichts, da ist alles taub“, bekundete Rode. Der andere Fußpatient, Abwehrchef Carlos Zambrano, hat nach seinem Zehenbruch am Dienstag eine erste Laufeinheit absolviert. „Mal sehen, wir der Zeh reagiert“, sagte Veh. „Auf den Röntgenbildern sieht es gut aus.“

Kouemaha ante portas

Für den gebürtigen Augsburger Veh ist die Partie gegen seinen Heimatklub, bei dem er noch immer Mitglied ist, eine extrem wichtige. Am Samstag werden die Weichen gestellt. „Wenn wir gewinnen, können wir einen Riesenschritt machen.“ Der Trainer meinte nicht nur den Vorsprung auf die Abstiegsplätze, sondern auch das Etablieren in der Spitzengruppe. Nach nur vier Punkten aus den zurückliegenden fünf Begegnungen sei es an der Zeit, mal wieder einen Dreier einzufahren. „Vier Punkte sind zu wenig. Wir müssen anfangen, wieder zu punkten. Gute Kritiken nützen uns nichts.“

Da wäre es nicht von Nachteil, wenn der zuletzt so erschreckend schwache Olivier Occean wieder ein bisschen besser in die Spur finden würde. Veh wirbt weiterhin um Verständnis für den glücklosen Kanadier. Er sei kolossal verunsichert und zweifle an sich. „So eine Phase muss man ihm zugestehen, das ist schon ganz anderen Stürmer so gegangen. Fragen Sie mal Klose oder Gomez. Ich habe aber grundsätzlich keine Bedenken, ich glaube schon, dass er bald wieder anders auftritt.“
Und doch macht sich der Coach Gedanken darüber, ob er Dorge Kouemaha, den lange verletzten Stürmer Nummer drei, erstmals in den Kader beruft. Der Kameruner habe zwar „zehn Monate nicht gekickt“, aber „für 20 Minuten kann ich ihn reinwerfen, das traue ich ihm zu.“ Im Training stelle sich Kouemaha nämlich ganz geschickt an. Immerhin.

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