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Eintracht Frankfurt Nicolai Müller kehrt nach Frankfurt zurück

Der Stürmer wechselt vom Hamburger SV ablösefrei zu den Hessen und vermeidet damit den Gang in die zweite Bundesliga.

Nicolai Müller
„Heute ist ein schöner Tag für mich, weil ich immer Fan von Eintracht Frankfurt geblieben bin.“ Foto: Imago

Operation, Rehaschichten, wenig Ballarbeit

Vor knapp zehn Monaten geriet der Rechtsaußen in die Schlagzeilen, als er am ersten Spieltag der Vorsaison nach nur einer Viertelstunde bei einem ausgefallenen Helikopter-Jubel - Müller drehte sich nach seinem Führungstor gegen den FC Augsburg mehrfach um die eigene Achse - derart ungünstig mit dem rechten Knie wegknickte, dass das vordere Kreuzband riss. Klar, ein bisschen Mitleid, das gab es dafür schon. Viel mehr aber erntete Müller bundesweit Spott und Häme für seine schmerzhafte Aktion. 

Was folgte, waren harte Monate: Operation, stundenlange Rehaschichten, viele Stabilisationsübungen, wenig Ballarbeit. Erst im Frühjahr konnte der im unterfränkischen Lohr am Main geborene Müller wieder Einheiten auf dem Platz absolvieren. „Es ist nicht alles ganz nach Plan gelaufen, es hat alles etwas länger gedauert. Aber jetzt fühle ich mich gut, ich bin fit“, sagte Müller Anfang Mai, nachdem er nach 259 Tagen endlich sein Comeback gegeben hatte - für elf Minuten in der Schlussphase beim 0:3 der Hamburger in Frankfurt. „Seine Verletzung ist komplett ausgeheilt“, adressiert Sportvorstand Bobic prompt in Richtung aller Zweifler, nach dem sich Müller freilich auch dem obligatorischen Medizincheck hatte unterziehen müssen. 

In den Planungen des neuen Frankfurter Trainers Adi Hütter dürfte Müller als Ersatz für den nach Dortmund abgewanderten Marius Wolf vorgesehen sein. Auf der rechten Seite, da fühlt sich Müller wohl. Er besitzt die nötige Schnelligkeit, ist laufstark, torgefährlich, vor allem Geradlinigkeit zeichnet ihn aus - eine ähnliche Mit-dem-Kopf-durch-die-Wand-Spielweise wie sie auch Wolf hat. Wenngleich Müller erst einmal beweisen muss, dass er zu gewohnter Spritzigkeit zurückfinden kann, die ihn einst vor allem in seiner erfolgreichsten Karrierephase bei Mainz 05 auszeichnete, beim HSV aber etwas abhanden kam. 

Der Spieler selbst jedenfalls ist guten Mutes, ein adäquater Ersatz für den Fünf-Millionen-Abgang sein zu können. „Hier ist in den vergangenen Jahren einiges gewachsen und ich möchte meinen Beitrag zu weiteren Erfolgen leisten“, sagt Müller: „Ich kann es kaum erwarten, wieder für die Eintracht aufzulaufen.“ Und nach 15 Jahren endlich wieder das Adler-Trikot überzustreifen. 

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