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Eintracht Frankfurt Mit Risiko in die Rückrunde

Es geht wieder los für Eintracht Frankfurt. Zum Auftakt der Bundesliga-Rückrunde wollen die Hessen im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg den ersten Schritt auf dem Weg zum Klassenerhalt machen.

Bereit für den ersten Bundesligaeinsatz: Marco Fabian. Foto: Heiko Rhode

Morgen also wird es ernst, morgen beginnt für Eintracht Frankfurt der Kampf um den Klassenerhalt. Endlich. Es wird kein Sprint werden, so viel ist sicher, eher ein langer, mühevoller Ausdauerlauf. Aber der Frankfurter Trainer Armin Veh geht „mit keinem schlechten Gefühl“ in die Rückrunde, auch wenn der Gegner am Sonntag (15.30 Uhr) im Stadtwald, der VfL Wolfsburg, gleich ein hochkarätiger ist. Denn die Vorbereitung sei, trotz wenig überzeugender Testspiele, gut verlaufen; zudem hätten sich die Hessen durch die beiden offensiven Neuzugänge Marco Fabian und Szabolsc Huzti verstärkt. Und dann hat Veh, deutlich präsenter, deutlich zupackender, „ein paar Kleinigkeiten“ verändert.

Vieles spricht nämlich dafür, dass Veh, auch wenn er das explizit nicht sagt, am Sonntag zu der taktischen Formation der Raute (oder einer 4-1-3-2-Abart) zurückkehren wird. Das soll nicht blindem Aktionismus geschuldet sein, sondern unter anderem schlicht der Tatsache, dass sich etwa der Stopper Carlos Zambrano viel früher fit zum Dienst zurückgemeldet hat als Veh ursprünglich angenommen hat. Und dadurch ist Marco Russ für die Position im defensiven Mittelfeld freigeworden. Dort könne er als langer Spieler in den Luftduellen reüssieren, zudem seine Torgefährlichkeit bei Standards einbringen, schließlich denke er grundsätzlich defensiver als andere Mittelfeldspieler. Doch diese Option mit Russ habe sich erst Anfang dieser Woche ergeben, durch die Rückkehr des Peruaners. Veh: „Eine Person kann Auswirkungen auf das gesamte Mannschaftsgebilde haben.“

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Natürlich hätte der Fußball-Lehrer nicht so manches umgekrempelt, wenn „wir 30 Punkte hätten, dann hätten wir auch eine Stammformation“. So aber, bei nur 17 Punkten und akuter Abstiegsgefahr, „bist du ständig am Überlegen, am Tun, am Überdenken, ob du was änderst oder nicht“, sagt Veh. Als sicher gilt, dass die beiden Neuen Huszti („Er war immer da. Er hat Klasse, die uns sofort helfen wird“) und Fabian („Er fühlt sich momentan auf der Zehn am wohlsten“) in die Startelf rücken und dass die Eintracht agieren wird. „Unser Spiel sollte variantenreicher und flexibler sein“, verkündet Veh, und: „Wir werden sicher nicht so defensiv spielen wie gegen Bayern und Dortmund. Unsere besten Spiele haben wir gemacht, wenn wir ein gewisses Risiko eingehen.“ Freilich weiß derzeit kein Mensch, auf welchem Leistungsstand sich die Frankfurter tatsächlich befinden. Dennoch will sich die Eintracht eher spielerisch aus der Krise befreien.

Dass das keine leichte Aufgabe gegen den „professionell geführten“ VfL Wolfsburg ist, hat ja keiner gesagt. „Wenn ich sehe, dass Wolfsburg Caligiuri, Kruse, Schürrle und Draxler für die Offensive aufbietet mit den schnellen Außenverteidigern Vierinha und Ricardo Rodriguez schnell über die Flügel kommt, dann ist das nicht so schlecht“, lobt Veh den Gegner. Da kommt einiges auf die Frankfurter Abwehr zu.

Und Fan-Verstärkung bringen die Wölfe auch mit, 310 Anhänger reisen mit nach Frankfurt.

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