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Eintracht Frankfurt Lucas Torro will bei Eintracht Frankfurt durchstarten

Lucas Torro über den Wechsel in die Bundesliga, seine bodenständige Erziehung und die Rolle in der Mannschaft.

Fussball 1. Bundesliga, Eintracht Frankfurt Trainingslager in Gais / Italien
Ist ein harter Arbeiter: Lucas Torro, der neue Frankfurter Abräumer im defensiven Mittelfeld. Foto: Jan Huebner (Jan Huebner)

Herr Torró, nach dem 0:2 am Mittwoch im Testspiel gegen den FC Empoli, war Trainer Adi Hütter da sauer?
Nein, nein. Diese Spiele sind dazu da, dass wir Konzepte umsetzen, an denen wir im Training arbeiten. Unsere Umsetzung ist zwar sicher noch verbesserungsfähig, aber das geht nicht von heute auf morgen. Es ist ein Prozess, der Zeit braucht. Wir arbeiten daran, es bald besser zu machen und lernen Schritt für Schritt dazu. Der Trainer war nicht richtig verärgert, aber auch nicht komplett zufrieden.

Wie weit sind Sie denn in Ihrem persönlichen Anpassungsprozess?
Noch nicht am Ende, ich brauche schon noch einen Moment, um mich an den Fußball bei der Eintracht und in Deutschland zu gewöhnen. Ich muss Selbstvertrauen gewinnen und mich natürlich auch körperlich auf ein höheres Niveau bringen.

Inwiefern wussten Sie, was im deutschen Fußball auf Sie zukommt?
Ich habe mich erkundigt und auch Spiele angeschaut. Es stimmt auf jeden Fall, dass es hier viel intensiver, viel schneller zur Sache geht. Die Spielzüge sind kürzer. Das ist ein ganz anderer Fußball als in Spanien. Deswegen muss ich mich dem anpassen, mich umstellen. Das wird eine Zeit brauchen, aber ich arbeite daran, dass diese Zeit möglichst kurz wird.

Sie spielen ziemlich körperbetont. Das müsste doch zur Bundesliga passen, oder?
Ja, ich vertraue darauf, dass ich meine Leistung bringen werde. Ich habe das Selbstvertrauen, dass das klappen wird.

Was erwartet Trainer Hütter auf der so wichtigen Position im defensiven Mittelfeld von Ihnen? Nur Verteidigen oder auch Angreifen?
Ich denke, er will beides sehen. Aber natürlich bin ich relativ positionsgebunden und laufe nicht das komplette Spielfeld ab, sondern versuche stattdessen, der Mannschaft eine Balance zu geben. Ich muss vor allem noch mehr Vertrauen mit dem Ball am Fuß gewinnen, um die entsprechenden Spielzüge einleiten zu können. Es ist eine sehr wichtige Position, um das Spiel zu lenken.

Ein Blick zurück: Sie sind der jüngste von sieben Geschwister. Welche Rolle spielte der Fußball in Ihrer Kindheit?
Ich habe immer mit meinem besten Freund auf der Straße gespielt, der Fußball hat uns beide zusammengebracht. Wir hatten Spaß daran, immer einen Ball am Fuß zu haben. Auch meine Geschwister haben ein bisschen gekickt, allerdings nur auf einem unterklassigen Niveau.

Hatten Sie schon damals, mit Ihrem Freund auf der Straße, den Wunsch, Profi werden zu wollen?
Nein, es war nicht so, dass ich diesen Traum schon als Kind hegte. Das kam nach und nach, etappenweise. Als mich dann Real Madrid für den Juniorenbereich unter Vertrag genommen hat, da war der Traum vom Profifußball natürlich vorhanden.

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