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Eintracht Frankfurt Licht an für den nächsten Schritt

Eintracht Frankfurt steht vor sechs wegweisenden Spielen in 24 Tagen und kann vor dem Spiel gegen Fortuna Düsseldorf personell fast aus dem Vollen schöpfen.

Fußball 1 Bundesliga Saison 2018 2019 3 Spieltag Borussia Dortmund Eintracht Frankfurt am 14
Wieder in Frankfurt und „mental in Ordnung“: Lucas Torro. Foto: imago

Es war dann auch sehr schnell von möglichen Festspielwochen die Rede, die jetzt vor Eintracht Frankfurt liegen könnten. Sechs Spiele in 24 Tagen – drei zu Hause (gegen Düsseldorf, Limassol, Schalke), drei in der Fremde (gegen Nürnberg, Limassol, Stuttgart) – gegen Gegner also, die von der reinen Papierform her allesamt schlagbar erscheinen. Und das heizt die Fantasie an: Eintracht Frankfurt könnte einen riesigen Schritt nach vorne tun, könnte sich in der Liga oben festkrallen und hätte das Überwintern in der Europa League eingetütet. Adi Hütter kennt solche hübschen Rechenbeispiele zur Genüge, wahrscheinlich hat er im stillen Kämmerlein selbst welche angestellt, aber er weiß natürlich auch um die Gefahr dabei, den Gegner zu unterschätzen. Dass es dazu nicht kommt, „ist meine Aufgabe: Wir müssen immer an die Leistungsgrenze gehen, immer 100 Prozent geben. Es gibt in der Bundesliga keinen Selbstläufer.“ Das hat er der Mannschaft gestern Nachmittag nach dem Abschlusstraining bei „einer längeren Besprechung mit Videoanalyse“ noch einmal explizit mit auf den Weg gegeben. „Immer den Ball flach halten.“

An den Bayern vorbeiziehen

Klar ist aber auch: Eintracht Frankfurt geht nach drei Siegen in Folge mit ordentlich breiter Brust in dieses Spiel gegen den Aufsteiger Fortuna Düsseldorf mit dem ehemaligen Eintracht-Trainer Friedhelm Funkel, der übrigens erst zum zweiten Mal als Coach einer gegnerischen Mannschaft in die Arena im Stadtwald kommt. Zudem wird das Licht angeknipst, ein zusätzlicher Anreiz für die Hessen, die die letzten acht Freitagsspiele nicht verloren haben. Nach „dem holprigen Start“ und der „Kritik, die berechtigt war“, habe man mittlerweile gemeinsam „den Bock umgestoßen“. Das brauchte „Geduld und Zeit“, aber inzwischen stimme die Richtung, und „ich erwarte, dass wir den eingeschlagenen Weg weitergehen“, sagte am Donnerstag Trainer Hütter, der seinem Team kollektiv ein Kompliment aussprach: „Die Mannschaft glaubt an die eigene Stärke, sie ist hungrig und willig.“

Jonathan de Guzman, der Mittelfeldspieler mit dem speziellen Gefühl für den ruhenden Ball, hat das erst zu Beginn dieser Woche auf den Punkt gebracht: Jeder Spieler, auch die, die im Augenblick nicht zur Stammformation zählten, müssten stets bereit sein. „Jeder“, ergänzte der 48 Jahre alte Fußballlehrer, „muss sich so vorbereiten, dass er jederzeit zum Einsatz kommen kann“. Angesichts der Doppelbelastung könne das schneller als gedacht passieren. Hütter kündigte schon an, in den nächsten dreieinhalb Wochen bis zur Länderspielpause kräftig zu rotieren.

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