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Eintracht Frankfurt - Lazio Rom Eine magische Nacht

Mit viel Herzblut kauft Eintracht Frankfurt Lazio Rom den Schneid ab und gewinnt verdient mit 4:1.

Fussball UEFA Europa League, Eintracht Frankfurt - Lazio Rom
Ein Lupfertor fürs Bilderbuch: Luka Jovic (Mitte) hängt den Römer Lucas Leiva ab und schießt den Ball über Silvio Proto hinweg zum 3:1 ins Tor. Foto: Jan Hübner

Es war eine Europapokal-Nacht wie gemalt für Eintracht Frankfurt. Alles passte, die Stimmung, das Ergebnis, und eine Partie, die lange im Gedächtnis haften bleiben wird. Eintracht Frankfurt bezwang vor ausverkauftem Haus den großen Favoriten Lazio Rom mit 4;1 (2:1) und führt nach zwei Spieltagen die Europa-League-Gruppe H mit sechs Punkten an. Für den Sieg dürfen die Hessen mit 590 000 Euro rechnen, dazu haben sie einen großen Schritt auf dem Weg zu ihrem großen Ziel gemacht: die Gruppenphase zu überstehen.

„Es war ein unfassbar guter Abend für uns“, freute sich Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic. „Wir haben die Tore super rausgespielt, und jetzt sind wir einfach glücklich über die sechs Punkte“, sagte Bobic und mahnte: „Wir müssen jetzt fokussiert bleiben.“

Es war unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw, der neben Bobic Platz genommen hatte, eine magische Nacht im Frankfurter Stadtwald. Die Hessen zeigten auf internationalem Parkett eine außergewöhnliche Leistung und ihr mit Abstand bestes Spiel der Saison. Die Eintracht kämpfte ihren Widerpart aus Italien nieder, jeder Spieler ging bis an seine Grenzen und darüber. Die Eintracht war gallig und nicklig und verdarb den Römern den Spaß am Fußball. Es war auch ein Sieg der Leidenschaft und des Willens, die Eintracht kaufte den Römern schlicht den Schneid ab. Denn fußballerisch war der Tabellensiebte der Serie A besser – zumindest so lange er mit elf Mann auf dem Platz gestanden hatte. Und ganz zum Schluss kam sogar noch Marc Stendera zum Einsatz, der eigentlich keine Rolle mehr spielen sollte. Aber an diesem Abend ging einfach alles.

Abschied von Kevin-Prince Boateng

Zum ersten Mal emotional an diesem europäischen Abend wurde es bereits eine Viertelstunde vor dem Anpfiff. Da wurde Kevin-Prince Boateng, einer der Wegbereiter des Pokaltriumphs von Berlin, unter dem lautstarken Jubel des Stadions offiziell verabschiedet. „Dieses eine Spiel hätte ich gern noch gespielt“, sagte der Publikumsliebling ergriffen, der laut Vorstand Fredi Bobic „immer ein Teil der Eintracht-Familie bleiben“ werde. „Hier holten wir den Pokal – auf ihr schwarz-weißen Helden , holt ihn noch einmal“ - stand auf den Plakaten, und darunter die Zahl 1980, das Jahr als Grabowski, Pezzey, Hölzenbein und Co, den Europacup zum bislang letzten Mal gewannen. Dazu skandierten die Fans ununterbrochen ihr Lieblingslied: „Europacup in diesem Jahr“. 

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