Lade Inhalte...

Eintracht Frankfurt Klima des Vertrauens bei der SGE

Welche Lehren Eintracht Frankfurt aus dem USA-Trip zieht und weshalb die bisherige Transferpolitik beibehalten wird.

Stendera und Dockal
Recht humorlos: Marc Stendera (rechts) säbelt Union-Profi Borek Dockal von den Beinen. Foto: dpa

Das Klima in der Salzwüste Utahs war nicht unbedingt nach dem Geschmack von Mijat Gacinovic. Gnadenlose Hitze, bis zu 40 Grad im Schatten. Viel zu heiß. „Manche Spieler mögen das, ich aber überhaupt nicht“, sagte der Mittelfeldspieler der Eintracht, der gottfroh ist, wieder deutschen Boden unter den Füßen zu haben. „Das Wetter in Frankfurt ist mir lieber.“ Schlechte Nachricht für den schmächtigen Serben: Erwartete Höchsttemperatur im Herzen von Europa für den Montag: 30 Grad.

Ansonsten aber, da sind sich fast alle einige, war das achttägige Trainingscamp in den Vereinigten Staaten eine runde Sache für die Eintracht-Entourage, obwohl es alles in allem kein lustvoller Vergnügungstrip war. „Es war schon anstrengend“, sagte Marc Stendera und meinte dreierlei: das Training, das Klima sowie die Reisestrapazen. „Die Einheiten waren kurz und knackig mit vielen Sprints“, berichtete er. „An die Temperaturen musste man sich erst gewöhnen, und dann haben wir auch noch viel Zeit im Flugzeug verbracht.“ Kein Gejammer, eher eine treffende Zustandsbeschreibung.

Mijat Gacinovic ist angetan von der neuen Eintracht

Trainer Adi Hütter, der neue Mann an der Seitenlinie, hat das USA-Projekt als Art Fußball-Reiseleiter dennoch ganz anders empfunden: „Das war eine fruchtbare Zeit.“ Für den Österreicher standen neben den fußballspezifischen Aspekten die sogenannten weichen Faktoren im Vordergrund, er wollte seine Mannschaft besser kennenlernen, und das ist ihm ganz gut gelungen: „Ich habe ein besseres Gefühl für die Spieler bekommen.“ 

Und er hat dem Team auch schon die Idee des Hütter-Fußballs näherbringen können. „Ich habe vermittelt, was wir spielen wollen.“ Bis seine Profis diesen offensiven Ansatz verinnerlicht haben, wird noch etwas Zeit ins Land streichen, da steht die Eintracht erst am Anfang ihres Weges. Das ist nur allzu logisch. Den Paradigmenwechsel von Kovacs Ordnungshüterfußball hin zu Hütters Pressingmaschinerie begrüßen die meisten Frankfurter Fußballer jedoch. „Der Trainer steht darauf, dass wir aktiv sind und viele Spieler nach vorne mitbringen. Ich glaube, das kommt uns zugute, wir haben viele Spieler, die sehr offensiv denken“, sagte Verteidiger Danny da Costa. 

Auch Gacinovic ist ganz angetan von der neuen Eintracht. „Es wird besser und besser“, sagt der Profi, der sich nicht scheut, etwas weiter vorauszublicken. „Man muss keine Sorge haben, wir werden eine gute Saison spielen, da bin ich mir sicher.“ Worauf sich sein Optimismus stützt, lässt sich nicht so genau eruieren. 

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen