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Eintracht Frankfurt Kein Zufallsprodukt

1. Update Weshalb sich Eintracht Frankfurt im Spätherbst im oberen Tableau eingenistet hat.

Ante Rebic, Stefan Posch.
Nur nicht den Kopf verlieren: Ante Rebic (re.) gegen den Hoffenheimer Stefan Posch. Foto: afp

Der Frankfurter Sportvorstand Fredi Bobic hat im unlängst erschienenen Interview mit der FR die Haltung der Eintracht-Verantwortlichen, also quasi die eigene DNA beschrieben. Es liege demnach in der Natur der Sache oder der sportlichen Herkunft, dass die früheren Nationalspieler Bobic (Deutschland) und Niko Kovac (Kroatien) stets das Maximum anstrebten: „Wer Niko und mich kennt, der weiß doch, dass da schon alleine ein innerer Antrieb da ist, der sagt: ,Ich will weiter nach vorne“‘, sagte Bobic.

Deshalb müsse man nicht den Sturm auf die europäischen Plätze ausrufen. Aber die Blickrichtung ist klar. Eine Teilnahme am internationalen Geschäft oder selbst ein einstelliger Tabellenplatz sei gemessen an den finanziellen Mittel fast mit einer Meisterschaft gleichzusetzen.

Trainer Niko Kovac hat nur ein paar Tage später nachgelegt und vor der Partie in Hoffenheim durchaus selbstbewusst gesagt, dass sein Team sich nicht ins vordere Tableau „gewurschtelt“ habe, sondern „zu Recht“ dort stehe. Kovac ist ein Fußballlehrer, der gewiss nicht dazu neigt, öffentlich den dicken Macker zu markieren, auch nach dem 1:1 in Sinsheim sagte er erneut, „bescheiden und demütig“ bleiben zu wollen. Deshalb darf man seine verhaltene, aber gezielt gesetzte verbale Offensive als das interpretieren, was sie ist: Eine realistische Beschreibung des Ist-Zustands im Spätherbst 2017.

Eintracht Frankfurt steht kurz hinter den Europa-League-Rängen und weit vor den Abstiegsplätzen – genau dort gehört der Klub nach dem derzeitigen Leistungsstand auch hin. Es ist kein Zufallsprodukt.

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