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Eintracht Frankfurt Kein Happyend

1. Update Weil Eintracht Frankfurt beim 1:1 in Hoffenheim zu früh zu wenig macht, flutschen spät zwei Punkte aus den Händen.

1899 Hoffenheim - Eintracht Frankfurt
Schütze vom Dienst: Kevin-Prince Boateng (links), Spezi Marius Wolf kommt zum Gratulieren. Foto: dpa

Hinterher hat Niko Kovac kurz erzählt, wie man drei Minuten Nachspielzeit unbeschadet übersteht, oder besser: Wie eine abgezockte Mannschaft drei Minuten Nachspielzeit übersteht. „In diesen drei Minuten Nachspielzeit darf nichts mehr passieren. In diesen drei Minuten darf der Ball überhaupt nicht mehr auf dem Spielfeld sein. Da wird normalerweise gar kein Fußball mehr gespielt.“ So sieht das aus, meine Herren.

Niko Kovac, der Trainer von Eintracht Frankfurt, hat sich dann doch ganz schön geärgert, dass sein Team die knappe 1:0-Führung nicht über die Zeit hatte retten können. Eine Minute der Nachspielzeit war vorüber, als der eingewechselte Serge Gnabry den Hoffenheimer Stürmer Mark Uth perfekt bediente und der der Eintracht noch zwei schon sicher geglaubte Punkte raubte.

„Ärgerlich, dass man die Punkte liegen lässt, wenn man so lange so gut steht“, sagte Sportdirektor Bruno Hübner, 90 Minuten verteidigten die Hessen mit Mann und Maus ihr Allerheiligstes, 90 Minuten hielt das Frankfurter Bollwerk, dann fiel es, in der 91. Minute. Ein möglicher Sieg hätte die Hessen über Nacht gar auf den dritten Platz gespült, was für eine Vorstellung!

Andererseits: Zuletzt war Eintracht Frankfurt dreimal in den Genuss ganz später Tore gekommen, dieses Mal war es umgekehrt. „So ist das im Leben“, sagte Kovac. Vieles gleicht sich aus, mal hat man Glück, mal kommt noch Pech dazu.

Natürlich ist es bitter, „mit dem letzten Atemzug“ (Hübner) noch um den Sieg gebracht zu werden. Natürlich hadert man damit, nicht noch ein kleines bisschen länger durchgehalten zu haben, und natürlich monierte hinterher die Mannschaft auch nicht ganz zu Unrecht, dass ein (wohl unberechtigter) Freistoß in der Hoffenheimer Hälfte gut „15 Meter vom Tatort entfernt“ (Vorstand Fredi Bobic) nach vorne verlegt wurde, weswegen sich die Frankfurter Hintermannschaft nicht schnell genug hatte ordnen können.

Aber überraschend war der späte Ausgleich der Kraichgauer nicht. Dazu hatte die Eintracht in der zweiten Hälfte zu wenig getan. Im Grunde beschränkten sich die Gäste nach der 46. Minute darauf, die Führung, die Frankfurts Bester Kevin-Prince Boateng mit einem feinen Schuss (13.) erzielt hatte, über die Zeit zu retten.

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