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Eintracht Frankfurt Kampf dem Langholz

Die Eintracht sollte weiter auf ihre spielerische Linie achten – und die Schwäche bei den Standards abstellen.

Fussball Eintracht Frankfurt Trainingslager in Campoamor
Da stand er noch voll im Saft: Ante Rebic, hier im Trainingslager in Spanien. Foto: hübner

Heute Mittag, pünktlich um 14.30 Uhr, wird der Frankfurter Fußballlehrer Niko Kovac seine Mannschaft zur ersten Trainingseinheit der neuen Woche bitten. Der Ärger über die zwei verschenkten Punkte gegen den SC Freiburg dürfte abgeebbt sein, es bringt ja sowieso nichts, sich länger als unbedingt nötig mit Vergangenem aufzuhalten, alldieweil es bis in alle Ewigkeit unabänderlich sein wird. Und doch wird Kovac die Partie mit den zwei grundverschiedenen Halbzeiten präzise analysieren und seine Schlüsse ziehen. Trotz des kleinen Nackenschlags gegen die Breisgauer lassen sich die Verantwortlichen ihren Optimismus nicht nehmen. „Wir sind insgesamt gut gerüstet“, sagt Fredi Bobic. Furcht vor einem Absturz wie vor einem Jahr hat der Sportvorstand nicht. „Ein Einbruch wird uns nicht passieren. Wir werden eine ordentliche Rückrunde spielen.“

Graue Maus im Wolfspelz

Am Samstag reist die Eintracht zum VfL Wolfsburg, der am Wochenende beim torlosen Remis in Dortmund eine ansprechende Vorstellung gezeigt hat. Die Niedersachsen haben sich unter Trainer Martin Schmidt auf mittlerem Niveau stabilisiert, was sich leichterdings im Klassement ablesen lässt: drei Siege, vier Niederlage, dafür aber satte elf Unentschieden. Die mit Abstand meisten in der Liga. Auch das Torverhältnis spricht Bände: 21:21. Wolfsgrau.

Die Torverteilung der Eintracht ist ähnlich, 21 geschossen, aber nur 19 kassiert. Nur die Bayern haben weniger geschluckt, ganze zwölf. Die Frankfurter liegen auch in der Auswärtstabelle auf dem zweiten Rang, von neun Begegnungen haben sie fünf gewonnen und nur eine, in Leipzig, verloren. Das ist eine herausragend gute Bilanz. Wahrscheinlich wird das Duell am Mittellandkanal eine zähe Angelegenheit, weil zwei sehr stabile und kampfkräftige Teams aufeinandertreffen, die beide zunächst einmal ins Spiel gehen, um es nicht zu verlieren.

Die Eintracht sollte tunlichst zusehen, ihre Ausbeute auf fremdem Terrain weiter auszubauen, eine Niederlage in Wolfsburg würde den Druck erhöhen, mal ein Heimspiel gewinnen zu müssen. Das fällt der Eintracht ungeheuer schwer. Gerade deshalb ist es so ärgerlich, dass der mögliche Sieg gegen den SC Freiburg leichtfertig hergeschenkt wurde. Er hätte das Gerede vom Heimfluch erst einmal verstummen lassen, die Ambitionen untermauert, für eine gutes Klima und eine prima Arbeitsatmosphäre sorgen können. Doch der Konjunktiv hilft nun auch nicht wirklich weiter.

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