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Eintracht Frankfurt In Lauerstellung

Eintracht Frankfurt spielt eine solide Halbserie und ist zuversichtlich, im nächsten Jahr keinen Einbruch zu erleben.

Mijat Gacinovic
Auf Händen getragen: Mijat Gacinovic, der Wegbereiter beider Tore. Foto: dpa

Im Nachgang der turbulenten Partie gegen Schalke 04 samt spätem Nackenschlag rechnete Niko Kovac mit seinem Torjäger Sebastien Haller gnadenlos ab: „Wir haben den einen oder anderen Einäugigen gekauft“, sagte der Frankfurter Trainer. „Jetzt arbeiten wir daran, ihn zu einem Zweiäugigen zu machen.“ Dann zwinkerte und lächelte der Eintracht-Trainer. War natürlich nur Spaß, eigentlich findet Niko Kovac seinen Mittelstürmer sogar ziemlich cool. Sonst hätte er ihn ja auch am Samstag nicht eingewechselt, obwohl der Franzose noch sichtbar kränkelte. Ein listig-freches Tor mit der Hacke hat er ja trotzdem noch erzielen können, der Sebastien Haller. 

Neun Treffer und vier Vorlagen in 18 Pflichtpartien hat der Angreifer für die Eintracht beigesteuert, das ist eine gute Quote. Haller ist der teuerste Einkauf der Vereinsgeschichte, sieben Millionen Euro hat der Zugang vom niederländischen Erstligisten FC Utrecht gekostet. Auch wenn der hochaufgeschossene Angreifer nicht immer überzeugen konnte und gerade zuletzt merklich schwächelte, hat er einen Gutteil seiner Ablöse schon wieder eingespielt. Haller hat seinen Teil dazu beigetragen, dass die Eintracht eine bisher völlig sorgenfreie Saison spielt.

Zu keiner Zeit hat sich der Klub nach unten orientieren müssen, zumeist hatte er zumindest Tuchfühlung nach oben. „Ich bin stolz auf meine Jungs“, sagt Trainer Niko Kovac. „Wir haben hier etwas Kleines aufbauen können. Die Mannschaft lernt täglich dazu.“ Der Coach erinnert an die präsaisonale Phase, als in Frankfurt ob des neuerlichen Umbruchs mal wieder Skepsis vorherrschte: „Uns ist nicht viel zugetraut worden. Viele haben uns schon als Absteiger gesehen.“

Am Samstag im Heimspiel gegen den FC Schalke 04 haben nur wenige Sekunden gefehlt und die Hessen wären ganz dick drin gewesen im Geschäft um die internationalen Plätze. Auch mit 26 Punkten liegen sie nur hauchzart hinter den Europacup-Plätzen in Lauerstellung, aber satte elf Zähler vor dem ersten Abstiegsrang. Das ist ein Haufen Holz. Bei aller Begeisterung kann man schon zu dem Ergebnis kommen, dass dem Team dafür noch die Reife und Klasse fehlen.

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