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Eintracht Frankfurt holt Stefan Aigner Ein Münchner in Hessen

Eintracht Frankfurt verpflichtet Mittelfeldspieler Stefan Aigner vom TSV 1860. Sportdirektor Hübner sieht viel Entwicklungspotenzial bei dem 24-jährigen Aigner, der bei der Eintracht einen Dreijahresvertrag für beide Ligen unterzeichnet.

Seit Sommer 2011 im Blick der Eintracht: Stefan Aigner. Foto: dapd

Stefan Aigner, der sich am Mittwoch mit Eintracht Frankfurt auf einen Vertrag bis 2015 geeinigt hat, ist dem Sportdirektor Bruno Hübner auch deswegen in Erinnerung geblieben, weil er es war, der im Dezember in München bereits nach 20 Sekunden Georgios Tzavellas den Ball abjagte und zum 1:0 auflegte. 1860 München fügte seinerzeit in der Hinrunde den Hessen die erste Niederlage (1:2) bei. Aber Stefan Aigner stand da schon längst im Notizbuch von Bruno Hübner.

Seit Sommer des vergangenen Jahres bemühen sich die Frankfurter um den blonden gebürtigen Münchner. Das Interesse an dem im offensiven Mittelfeld vielseitig verwendbaren 24-Jährigen ist nie erloschen, im Gegenteil.

Trainer Armin Veh und Hübner hätten sich derart um den schnellen Mittelfeldmann gekümmert, „das war schon beeindruckend“, sagte Aigners Berater Michael Koppold am Mittwochnachmittag der FR.

Aigner wollte nach Frankfurt

An anderen Interessenten habe es nicht gemangelt, sagte Koppold, seitdem bekannt war, dass Aigner in München seinen bis Sommer 2012 laufenden Vertrag nicht verlängern werde. Die Führungsquerelen im Winter an der Isar hätten Aigner dazu bewogen, den Klub zu wechseln. Seinerzeit war nicht klar, wer in der kommenden Saison Trainer sei und mit welcher Mannschaft die „Löwen“ in die Runde gehen wollen.

„Ich werde im Herzen immer ein Löwe bleiben, aber leider muss ich jetzt auch mal an mich denken, ich möchte mich einfach sportlich und persönlich weiterentwickeln“, schrieb Aigner auf seiner Homepage. Acht, neun Klubs, die meisten aus der ersten Liga, hätten ihre Angel ausgeworfen ? „Stefan aber wollte nach Frankfurt“, sagte Koppold, selbst wenn noch nicht klar sei, ob die Eintracht in der kommenden Runde in der Bundesliga spiele.

„Eintracht ist ein super Verein“

„Es freut mich unheimlich, dass der Wechsel nach Frankfurt geklappt hat“, sagte Aigner am Mittwoch nach dem Training der 60er der FR. „Die Eintracht ist ein super Verein, der in die erste Liga gehört. Ich sehe in Frankfurt eine große Chance, mich weiter zu entwickeln. Deshalb möchte ich jetzt den nächsten Schritt machen.“

Er wisse um den starken Konkurrenzdruck in Frankfurt, „die Eintracht hat super Spieler. Aber ich will mich durchsetzen.“

„Stefan ist bereits im Alter von 24 Jahren zum Leistungsträger bei den Löwen geworden, hat aber noch viel Entwicklungspotenzial“, sagte Sportdirektor Hübner. Der Kontrakt über drei Jahre gilt für beiden Ligen. In der aktuellen Saison hat der offensive Mittelfeldspieler 24 Partien bestritten, dabei neun Tore erzielt und fünf Vorlagen gegeben.

„Er ist ein junger deutscher Spieler, der sein Ziel noch vor Augen hat ? er erfüllt genau das Profil von Eintracht Frankfurt“, sagte Hübner.

Kopfballstark, beidfüßig, schnell

Stefan Aigner begann im zarten Alter von vier Jahren mit dem Fußballspielen ? an der Grünwalder Straße bei den Löwen. Dort, bei den „Blauen“, durchlief er alle Jugendmannschaften. Nach der A-Jugend wechselte er zu Wacker Burghausen (28 Spiele, 5 Tore). Ein Jahre später, mit 18, schloss er sich Arminia Bielefeld an, erst spielt er in der Reserve, dann bei den Profis und absolvierte auch ein Spiel in der Bundesliga.

2009 kehrte er in seine Geburtsstadt zurück und machte 89 Spiele für den TSV 1860 und erzielte dabei 21 Tore. Aigner ist kopfballstark, beidfüßig und schnell zu Fuß. Bei den Löwen spielte er meist auf den Außenpositionen.

Unterdessen ist der Eintracht ein anderer Spieler durch die Lappen gegangen. Stopper Assani Lukimya-Mulongot wechselt von Fortuna Düsseldorf zum 1. FC Köln. „An ihm waren wir auch dran gewesen“, sagte Hübner. Zum Nachteil gereichte den Hessen, dass nicht klar ist, wo sie nächste Saison spielen werden.

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