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Eintracht Frankfurt Höhere Dichte in Breite und Spitze

Eintracht Frankfurt verfügt über einen qualitativ höherwertigen Kader, was unweigerlich zu einigen Härtefällen führt.

Hasebe, da Costa, Russ
Weißes Bollwerk: Makoto Hasebe, Danny da Costa und Marco Russ stehen ihren Mann. Foto: Heiko Rhode

Kovac steht Woche für Woche vor kniffligen Entscheidungen, das betrifft auch die erste Elf und die Besetzung der Bank. In der vergangenen Woche mit drei Spielen in sechs Tagen hat der Fußballlehrer ordentlich rotiert, das kann er sich sogar erlauben, ohne einen signifikanten Qualitätsabfall befürchten zu müssen. 

Hochkaräter sitzen draußen

Am Samstag konnte er es sich sogar leisten, fünf Nationalspieler, nämlich Marco Fabian, Carlos Salcedo (beide Mexiko), Mijat Gacinovic (Serbien), Gelson Fernandes (Schweiz) und Jetro Willems (Niederlande) sowie den mit Abstand besten Torschützen, Sebastien Haller (acht Tore), auf der Ersatzbank zu lassen – trotzdem stand da eine richtig gute Mannschaft auf dem Platz. Selbst Mijat Gacinovic, der eigentlich immer gespielt hat, schaffte es nicht in die Startformation. Und Marco Fabian, bei dem viele mit einem Startelf-Comeback rechneten, durfte nicht eine einzige Minute mitspielen. 

Das hat eben auch damit zu tun, dass die Fußballer, die vor einiger Zeit noch weit weg vom Team waren, mächtig aufgeholt und sich verbessert haben. „Wenn man sich anschaut, wer da auf der Bank saß, dann sieht man, wie wichtig es ist, eine gute Breite zu haben“, sagte Sportvorstand Fredi Bobic. Jeder Spieler kämpfe in jedem Training um seinen Platz, und nur so könne man sich gegenseitig zu Höchstleistungen pushen. „Alle, die reinkamen, haben ihre Sache sehr gut gemacht.“ 

 

Neben Marco Russ und Danny da Costa erwähnte Bobic auch noch Luka Jovic, der im Sturm eine echte Alternative zu Sebastien Haller geworden ist. „Die Vorbereitung zum 1:0 war überragend“, lobte der Sportchef. Jovic trauen nicht wenige zu, den Franzosen Haller zu ersetzen, falls dieser den Verein für viel Geld verlassen sollte. Das sagte Sportdirektor Bruno Hübner erst vor wenigen Tagen im FR-Interview. „Klar ist, dass Luka außergewöhnliche Fähigkeiten hat.“ Für ihn müsste die Eintracht in eineinhalb Jahren rund zwölf Millionen Euro an Benfica Lissabon überwiesen. 

Nach der Erfahrung aus der Vorsaison und dem Einbruch in der Rückrunde war es das erklärte Ziel, sich breiter aufzustellen, damit man Formschwankungen und Verletzungen besser wegstecken könne. Dieser Plan ist aufgegangen, die Dichte in der Breite hat zugenommen – und auch in der Spitzer ist sie höher geworden. Da die Eintracht kaum Verletzte zu beklagen hat, führt das zu einer Qualitätssteigerung – und unweigerlich zu einigen Härtefällen. 

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