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Eintracht Frankfurt Ganz viele Volltreffer

Die Personalpolitik ist für den Erfolg von Eintracht Frankfurt entscheidend. Spieler wie Jonathan de Guzman und Danny da Costa zeigen, was sie wert sind.

Eintracht Frankfurt - FC Schalke 04
Durchstarter: Sebastien Haller hat die Erwartungen voll erfüllt. Foto: dpa

Dieser Tage hat Fredi Bobic eine kleine Anekdote zum Besten gegeben, wie er Sebastien Haller einen Wechsel zu Eintracht Frankfurt schmackhaft gemacht hat. Ein Jahr habe man an dem langen Franzosen gebaggert, aber erst als der Mittelstürmer aus freien Stücken zum Pokalhalbfinale 2017 nach Mönchengladbach reiste, hat der Eintracht-Vorstand auch daran geglaubt, dass es etwas werden könnte mit dem Wechsel des 24-Jährigen vom FC Utrecht nach Frankfurt. Für die Hessen, davon war Bobic überzeugt, wäre der Transfer eine große Sache, obwohl Haller damals eher Insidern bekannt war. Mit einigem Amusement erinnert sich Bobic in der „SZ“ daran, wie er in Gladbach neben dem hünenhaften Angreifer auf der Tribüne saß und „die Leute gar nicht wussten, wer das ist.“ Das wäre heute wahrscheinlich anders.

Sebastien Haller, sieben Millionen Euro schwer und damit immer noch der teuerste Einkauf der Vereinsgeschichte, hat sich längst zu einem Volltreffer entwickelt. In dieser Spielzeit startete er unter dem neuen Trainer Adi Hütter voll durch. Haller ist stolzes Mitglied des neuen Magischen Dreiecks, ein Fixpunkt im Angriffsspiel und war gefühlt an jedem Frankfurter Treffer irgendwie beteiligt, acht Tore und sieben Vorbereitungen stehen in der Statistik - das ist herausragend und der Spitzenwert der Liga.

Sebastien Haller ist ein gutes Beispiel dafür, welch gutes Händchen die Sportliche Leitung um Fredi Bobic, Manager Bruno Hübner sowie Kaderplaner und Chefscout Ben Manga in der Vergangenheit bei den Transfers hatte.

Ihre Trefferquote ist beachtlich, gerade was die Spitzenspieler angeht. Ein gutes Näschen hatten die Verantwortlichen gerade vor Beginn der vergangenen Saison, als sie Fußballer holten, die aktuell für den großen Erfolg stehen: In erster Linie eben Sebastien Haller und Luka Jovic, den Rohdiamanten aus Lissabon, der bei Benfica, wie Bobic anmerkte, „in der Versenkung verschwunden war“. Die Eintracht sicherte sich eine Kaufoption, rund zwölf Millionen Euro werden mit allen Nebengeräuschen fällig – Jovic ist schon jetzt ein Vielfaches wert.

Transfers mit Fantasie

Aber es sind auch Spieler wie Jonathan de Guzman, Danny da Costa oder sogar Gelson Fernandes, die nun ihren ganzen Wert  entfalten und den Abgang der Leistungsträger Lukas Hradecky, Omar Mascarell, Marius Wolf und Prince Boateng (seinerzeit ebenfalls kluge Transfers) kompensieren. Hinzu kommt natürlich Ante Rebic, der wichtigste Mann da vorne, der zwar schon vor zweieinhalb Jahren ausgeliehen wurde, aber im vergangenen Sommer bereits zum AC Florenz zurückgekehrt war, ehe die Eintracht kurz vor Transferschluss doch noch zuschlug und den Unterschiedspieler verpflichtete. Nicht auszudenken, wenn der Kroate nicht an den Main heimgekehrt wäre. „Wir sind besser als letztes Jahr“, urteilt Stürmer Haller und macht das an der gewonnenen Erfahrung und der abgeschlossenen Akklimatisierung fest.

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