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Eintracht Frankfurt Frustrierter Rönnow, glücklicher Trapp

Eintracht Frankfurt holt im letzten Moment Kevin Trapp zurück, weil es am Vertrauen in den eigentlichen Stammtorhüter Frederik Rönnow mangelt.

Kevin Trapp
Kevin Trapp kehrt ins Frankfurter Tor zurück. Foto: dpa

Die Entscheidung der Sportlichen Leitung, Kevin Trapp zurückzuholen, ist unter diesen Umständen aber absolut nachzuvollziehen. Wenn man Zweifel an der grundsätzlichen Leistungsfähigkeit oder der Unversehrtheit Rönnows hat, ist es nur logisch, zu handeln und nicht zu hoffen, dass irgendwie alles gut geht. Das wäre fahrlässig. Und wenn man die Chance hat, einen hochkarätigen Torwart wie Kevin Trapp verpflichten und ihn auch finanzieren zu können, muss man diese Gelegenheit beim Schopfe packen. Insofern hat die Eintracht richtig gehandelt. 

„Uns hat sich die Chance geboten, mit Kevin einen Torhüter zu verpflichten, der nicht nur sofort spielbereit, sondern auch eine absolute Identifikationsfigur mit großem Führungspotential ist“, befand Manager Hübner. „Es zeigt die Wertigkeit unseres Vereins, dass sich ein aktueller Nationalspieler gegen andere Topklubs entscheidet und zu uns kommt.“ 

Trapp erhält wieder das Trikot mit der Nummer 31

Trapp selbst, 28 Jahre alt und in Paris nur noch Nummer drei, ist glücklich, wieder den Adler auf der Brust tragen zu dürfen. „Ich freue mich wahnsinnig, dass es geklappt hat“, sagte der Nationaltorhüter beim klubeigenen TV. „Ich hatte verschiedene Angebote, aber für mich war klar, dass ich das unbedingt machen will, wenn ich die Möglichkeit habe zurückzukommen“, sagte Trapp. „Es war viel Arbeit, aber es hat geklappt.“ 

Der Saarländer erhält das Trikot mit der Nummer 31, die ja eigentlich Branimir Hrgota trägt, der Stürmer im Abseits. Aber der wird wohl eher nicht mehr gebraucht, der alte Schwede, der ja gar nicht mehr mit der Mannschaft trainieren darf. Trapp hatte schon damals, zu seiner ersten Zeit in Frankfurt, die 31 auf dem Rücken. 

Trapp sagte, der Kontakt nach Frankfurt sei nie abgerissen, bekannt ist, dass Mitspieler Marco Russ zu seinen engsten Freunden zählt, auch mit Torwarttrainer Manfred „Moppes“ Petz pflegt er eine vertrauensvolle Beziehung. „Als ich in Paris war, habe ich mich immer sehr gerne an die tolle Zeit in Frankfurt zurückerinnert. Ich hatte hier drei unfassbare Jahre. Die Europa League-Saison 2013/2014 war besonders, und natürlich möchte ich das nun wieder erleben. Der Kontakt zu den Klubverantwortlichen ist nie abgerissen, und ich habe mich im Mai sehr für die Eintracht gefreut, als sie den DFB-Pokal geholt hat. Für mich war es wichtig, in ein Umfeld zu kommen, in dem ich mich wohlfühle und wo ich spielen kann. Ich freue mich auf ein weiteres Jahr bei der Eintracht.“ 

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