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Eintracht Frankfurt Fredi Bobic bastelt am Kader

Die Kaderzusammenstellung bei Eintracht Frankfurt wird sich ziehen - das macht Fredi Bobic allerdings keine Sorgen.

Spiel der Legenden
Findet trotz vieler Gespräche noch die Zeit zum Kicken: Eintracht-Vorstand Fredi Bobic. Foto: Jan Hübner

Der Frankfurter Sportvorstand Fredi Bobic ist dieser Tage, da die Bundesliga schon längst ihren Betrieb eingestellt und alle Augen auf die WM in Russland gerichtet sind, viel unterwegs. Mal in Übersee ein Referat halten, mal im näheren Ausland Spieler sichten, und vor allem: viel telefonieren. Das ist derzeit das täglich Brot der sportlichen Leitung von Eintracht Frankfurt. Es geht darum, Weichen zu stellen für die neue Saison, den Kader mit starken Leuten zu bestücken. „Ich muss gucken, dass wir eine gute Mannschaft zusammenbekommen“, sagte Bobic dieser Tage, just nachdem er zum Frankfurter Botschafter für die Europameisterschaft 2024 ernannt wurde.

Dass sich die Transferperiode in diesem Jahre „zieht“, dass es schwieriger ist, auf dem Markt fündig zu werden, weil ja noch die Fußball-Weltmeisterschaft ansteht und sich dort Kandidaten ins Schaufenster stellen und interessanter werden können, beunruhigt Bobic keineswegs. Das sei alle zwei Jahre so, außerdem beträfen diese Probleme alle Klubs. 

Auch die Tatsache, dass zum Beispiel Real Madrid noch bis zum 15. Juli Zeit habe, beim Eintracht-Spieler Omar Mascarell die Option zu ziehen und sich den 25 Jahre alten Mittelfeldspieler für vier Millionen Euro zu sichern, bereitet dem 46-Jährigen nicht über die Maßen Kopfschmerzen. „Bis jetzt“, sagt Bobic, leidlich entspannt, „habe es noch keinerlei Gespräche gegeben“.

Dass Madrid Mascarell laut Medienberichten derzeit wie Sauerbier bei europäischen Klubs feilbietet, will Bobic nicht kommentieren. Die Kontakte zum großen spanischen Klub gelten als gut, ohnehin bastelt die Eintracht weiterhin an einem Modell, vielleicht doch noch Innenverteidiger Jesus Vallejo zurückzuholen, der sich beim spanischen WM-Kader auf Abruf bereithält. Und im Falle Mascarell haben sich die Hessen auch schon klar positioniert: „Omar weiß, dass wir mit ihm verlängern wollen“, sagt Bobic, wenn die Frist abgelaufen sei. Aktuell läuft der Kontrakt des Mannes aus Teneriffa noch bis Sommer 2019. Unabhängig davon wird es im Frankfurter Kader eine Vielzahl von Veränderungen geben.

Derweil soll der Vorverkauf für die Europa-League-Spiele möglichst früh beginnen. Vorstand Axel Hellmann hat ein ehrgeiziges Ziel formuliert: „Wir wollen am ersten Gruppenspieltag ausverkauft sein“ - auch wenn noch nicht feststeht, wer die Gegner für Eintracht Frankfurt sind. Die Gruppengegner werden erst am 31. August ausgelost. Dieses kleine Kunststück ist den Hessen schon einmal gelungen, und zwar 2013: Das Stadion war auch knüppelvoll, lange bevor feststand, dass Karabach Agdam der Qualifikationsgegner sein würde.

Dieser Tage hat die Uefa Details über die Verteilung der Gelder veröffentlicht. Demnach wird mehr Geld an die Klubs ausgeschüttet als im Jahr zuvor, statt 381 Millionen Euro werden 560 Millionen verteilt, das sind 47 Prozent mehr. Zur Antrittsprämie (2,92 Millionen) und den Siegprämien (500.000 pro Sieg, 190.000 pro Remis) kommen für den Gruppensieg eine Million, für den zweiten Platz 500.000. Das Erreichen des Sechzehntelfinales ist noch einmal eine halbe Millionen Euro wert. Dazu gibt es weiteres Geld, das sich aus einer speziellen Koeffizientenrangliste errechnet. 

Und bei diesem ganzen warmen Regen sind die Einnahmen aus den Heimspielen noch nicht enthalten.

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