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Eintracht Frankfurt - FC Schalke 04 Luka Jovic greift nach den Sternen

Eintracht-Stürmer Luka Jovic trifft wie er will - und führt jetzt sogar die Torschützenliste an.

Luka Jovic
Treffsicher: Luka Jovic (Mitte) erzielt sein erstes Tor gegen Schalke 04. Foto: Imago

Normalerweise wägt ein Funktionär eines Bundesligisten seine Worte in der Nachlese eines Spiels sorgsam ab, doch an diesem bemerkenswerten Sonntagabend griff Axel Hellmann dann gleich mal ganz nach oben ins Regal. Der 47-Jährige adelte einen seiner Spieler, den jungen Mann mit der Nummer acht auf dem Rücken, den Ballermann der Liga, Luka Jovic. „So einen Spieler“, hob der Vorstand an, „habe ich bei Eintracht Frankfurt noch nie gesehen.“ Und es ist schon ein paar Tage her, seit Axel Hellmann sein Herz an die Eintracht verlor, der Jurist stand schon als kleiner Bub zu seligen Waldstadion-Zeiten im G-Block. Lange her. 

Luka Jovic, der noch immer erst 20 Jahre junge Stürmer, greift so ein bisschen nach den Sternen, die Torschützenliste der Bundesliga führt er an, am Sonntag steuerte er seine Treffer acht und neun bei, dabei hat er nur neun von elf Partien gemacht, sechsmal stand er nur in der Startelf. Doch Tore schießt er trotzdem am Fließband, zu den neun in der ersten Liga kommen noch deren drei in der Europa League. Den FC Schalke 04 erlegte der Serbe gestern Abend mit den Treffern zum 1:0 und 2:0 beinahe im Alleingang, er stellte die Weichen für den hart erkämpften, aber letztlich verdienten 3:0-Erfolg. 

Jovic braucht nicht viele Chancen

„Luka macht einen unglaublich tollen Job“, sagte Trainer Adi Hütter. „Vor dem Tor ist er eine Granate, er ist ein absoluter Knipser.“ Das kann man so sehen, das muss man so sehen. 

Der serbische Nationalspieler hat diesen Instinkt in die Wiege gelegt bekommen, er hat das Näschen – und er hat die Klasse.

Jovic, den die Eintracht am Saisonende von Benfica Lissabon kaufen wird, hat das, was man im Fußball etwas unschön den Killerinstinkt nennt, er braucht nicht viele Chancen, er ist da, wenn er gebraucht wird.

Gegen Schalke 04 etwa war er es, der die erste wirklich hochkarätige Chancen für die Hessen auf den Schlappen bekam, er hätte den Ball auch weiter passen können, zu Sebastien Haller etwa oder zu Ante Rebic.

Doch der Serbe entschied sich dazu, es alleine zu machen. Er umkurvte noch mal schnell Benjamin Stambouli und zog dann mit links ab, die Kugel sauste wie an der Schnur gezogen ins entfernte Toreck (61.). Ein Klassetor. Und auch beim 2:0 war er eiskalt, die Hereingabe von Filip Kostic nahm er direkt und jagte den Ball hinein ins Netz (73.). Erste Sahne, auch Trainer Hütter schnalzte mit der Zunge. „Wie er den nimmt – sensationell.“ 

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