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Eintracht Frankfurt Eintracht will angreifen

Eintracht-Trainer Niko Kovac will sich mit seinem Team in Dortmund nicht verstecken und es an der Spitze halten.

Eintracht Frankfurt - Borussia Dortmund
So war es im Hinspiel: Eintracht-Überflieger Marius Wolf trifft zum 2:2 gegen den BVB und hebt dann förmlich ab. Foto: rtr

Niko Kovac wirkt nicht unbedingt so, als tangiere ihn die überraschende und auch etwas peinliche 1:2-Niederlage von Borussia Dortmund auf internationalem Terrain gegen den bisher nicht als übermächtigen Opponenten aufgefallenen Brauseklub aus Salzburg sonderlich. Ob die Westfalen nun mit Schaum vorm Mund auf Wiedergutmachung brennen oder vielleicht doch eher verunsichert sind? „Ich denke, dass der BVB eine andere Leidenschaft und ein anderes Gesicht zeigen wird“, führt der Eintracht-Trainer aus. „Aber ich erwarte ein sehr enges Spiel, der BVB hat Respekt vor uns. Wir sitzen ihm im Nacken.“ 

Seine Mannschaft soll sich am Sonntag (18 Uhr) im Dortmunder Fußballheiligtum keineswegs als willfähriges Opfer oder Aufbaugegner präsentieren. „Wir sind kein Team, das sich hinten reinstellt. Wir greifen, egal wo, vorne an. Unsere Ausrichtung ist aktiv, mit oder ohne Ball. Wenn wir nur abwarten und hoffen, dass uns der Ball mal vor die Füße fällt, dann würde es sehr schwer.“ 

Kovac ist der festen Überzeugung, dass der Spielstil des BVB der Eintracht zum Vorteil gereichen könnte. Sein Ensemble tue sich gegen tiefstehende Gegner traditionell schwer, gegen Mannschaft, die aber die Initiative ergreifen und selbst das Spiel gestalten wollen, komme sie besser zurecht. „Das kam uns immer entgegen, deshalb denke ich, dass uns der BVB liegen wird.“ 

Die Partie im mächtigen Fußballtempel ist ein Spitzenspiel, der Dritte trifft auf den Vierten. „Die Dortmunder haben den größeren Druck, sie müssen in die Champions League, wir können. Uns reißt keiner den Kopf ab, wenn wir dort nichts holen.“ Möglich sein sollte es allemal, die Dortmunder sind schon lange nicht mehr das Überfallkommando der Liga, sondern unter Peter Stöger irgendwie eine ganz normale Bundesligamannschaft geworden, die durchaus verwundbar ist. 

Schlecht für die Hessen ist indessen, dass Mittelfeldstratege Omar Mascarell weiterhin ausfallen wird. Seine Prellung am Fuß könnte auch ein kleiner Bruch sein, so genau zeigen das auch die CT-Aufnahmen nicht, weil der Fuß noch immer geschwollen und sehr viel Flüssigkeit im Gewebe ist. „Der Knochen ist in Mitleidenschaft gezogen“, sagt Kovac. Die kommenden beiden Partien wird der Spanier sicher verpassen, in der Länderspielpause sehe man dann weiter. „Es ist nicht leicht, wenn man nicht 100-prozentig weiß, was er hat“, berichtet der Coach. Aber klar sei, und das hätten ihm auch die Ärzte versichert: „Omar wird noch einige Spiele für uns machen.“ So lange müssen andere in die Bresche springen. 

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