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Eintracht Frankfurt Eintracht verlängert mit Bobic und Hellmann

Eintracht Frankfurt setzt ein wichtiges Signal: Die Vorstände Bobic und Hellmann verlängern gleich um fünf Jahre.

Fredi Bobic und Axel Hellmann
Die Baumeister der Eintracht: Die Vorstände Fredi Bobic (links) und Axel Hellmann. Foto: Imago

Normalerweise sollte es am Freitag im Bauch der Frankfurter Arena ausschließlich um das erste Pflichtspiel der Saison gehen, das prestigeträchtige Duell am Sonntag zwischen Eintracht Frankfurt und dem FC Bayern München, deutscher Pokalsieger gegen deutscher Meister, genannt Supercup. Adi Hütter, der neue Hoffnungsträger der Eintracht, wird zum Volk sprechen und erklären, wie seine Mannschaft das von einigen Medien als „Revanche“ angekündigte Spielchen vor 50 000 Menschen in Frankfurt zu einem guten Ende bringen will. Blamieren will, blamieren sollte sich die Eintracht nicht. 

Doch Hütters öffentlicher Auftritt wird nicht der einzige am Freitag bleiben, Eintracht Frankfurt hat um zehn Uhr zu einer „außerordentlichen Pressekonferenz“ geladen, anwesend werden fast alle Big Bosses sein. Aus gutem Grund: Am Donnerstag hat der Bundesligist die Verträge mit zwei von drei Führungskräften verlängert, langfristig gar um fünf Jahre: Sportvorstand Fredi Bobic und Marketingvorstand Axel Hellmann bleiben dem Verein bis 2023 erhalten. Eine gute Nachricht für den prosperierenden Klub zwischen Tradition und Moderne. 

Steubings Werk

Für die Eintracht ist die Vertragsverlängerung im Doppelpack ein wichtiges Signal. Kontinuität an der Spitze ist unabdingbar, um erfolgreich zu sein und im knüppelharten Verdrängungswettbewerb bestehen zu können. Für einen aufstrebenden Bundesligisten in dieser Position ist es elementar, dass der eingeschlagene Kurs beibehalten und nicht andauernd die Richtung gewechselt wird. Das ist nun gegeben. 

Abschreckende Beispiele gibt es genügend, beim Absteiger aus Hamburg etwa stank der Fisch viele Jahre abscheulich vom Kopf, weshalb die hohen Herren in der Machtzentrale noch häufiger ausgetauscht wurden, als der HSV sich in der Relegation rettete. Misserfolg ist da programmiert. 
Aufsichtsratschef Wolfgang Steubing ist mit der langfristigen Weiterbeschäftigung der beiden wichtigen Führungsfiguren ein echter Coup gelungen, er hat die weitere Zusammenarbeit im stillen Kämmerlein und fernab der Öffentlichkeit auf den Weg gebracht und letztlich auch abschließen können. Dazu waren viele Gespräche und auch Verhandlungsgeschick erforderlich. Dies ist Steubings Werk, das kann er sich ans Revers heften. Beide Spitzenkräfte werden für ihr Treuebekenntnis auch entsprechend entlohnt. 

Zwar gab es wenig Zweifel daran, dass der Vorstand in der bisherigen Form weiterarbeiten wird (auch Finanzchef Oliver Frankenbach ist bis 2020 vertraglich gebunden und gilt als absolute Koryphäe auf seinem Gebiet), doch es ist vor allen Dingen die lange Laufzeit der Kontrakte, die erstaunt und dem Verein auf allen Ebenen Planungssicherheit gibt. 

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