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Eintracht Frankfurt Eintracht Frankfurt vermeldet Rekordzahlen

Eintracht Frankfurt veröffentlicht imposante Zahlen: Der Klub wächst schneller als gedacht. Ante Rebic könnte die Kassen über die Maßen füllen.

Ante Rebic
30, 40 oder gar 50 Millionen: Die Aktie Rebic wird zurzeit so hoch gehandelt wie vielleicht nie wieder. Foto: afp

Ob sich das Investitionsvolumen des durchaus potenten Bundesligisten Eintracht Frankfurt am Ende sogar bei rund 40 Millionen Euro einpendeln könnte? Oliver Frankenbach, der Hüter des Zasters, schüttelt unmerklich den Kopf. „In dieser Größenordnung werden wir nicht liegen, da sehe ich keine Chance“, antwortet der 50-Jährige und lacht bei seinem in Frankfurt längst legendären Nachsatz: „Stand heute.“

Stand gestern hat Finanzvorstand Oliver Frankenbach einen interessanten Einblick in die Kennzahlen der Eintracht Frankfurt Fußball AG für die abgelaufene Saison gegeben. Demnach haben die Hessen nicht etwa, wie oftmals vermutet, etwas mehr als 20 Millionen Euro in neue Spieler gesteckt, sondern 29,7 Millionen Euro. Damit lagen die Frankfurter also schon in der zurückliegenden Spielzeit in etwa in dem Bereich, der für die jetzt anstehende Runde veranschlagt worden war. Dass die Eintracht nunmehr noch mehr Geld in neue Fußballer pumpen kann, glaubt Frankenbach nicht. „Wir werden in etwa wieder in dieser Größenordnung liegen“. Also bei rund 30 Millionen Euro.

Ante Rebic ist für Topklubs aus England interessant

Außer der Klub habe noch einen „außergewöhnlichen Abgang“ zu verzeichnen, einen Spieler, der die Kasse über die Maßen füllen würde. Dann würde die Eintracht das Geld sofort reinvestieren, so könnte das Ausgabevolumen auf 40 Millionen Euro oder mehr klettern. Bei der Formulierung außergewöhnlicher Abgang gibt es zurzeit nur einen Mann, an den Frankenbach denkt: WM-Star Ante Rebic, der mit den Kroaten ins Finale gestürmt ist und um den sich, so hat es den Anschein, die halbe Fußballwelt zu reißen scheint.

Topklubs aus England sollen die Angel ausgeworfen haben, die Bayern werden ebenfalls immer als potenzieller Abnehmer genannt. Eine Ablösesumme in Höhe von 30, 40, 50 Millionen Euro steht im Raum. Es ist, so oder so, kaum vorstellbar, dass der 24-Jährige noch mal nach Frankfurt zurückkehren wird. Die Sportliche Führung, stellt Finanzexperte Frankenbach klar, habe für den Fall der Fälle „einen Ersatz im Kopf“, denn man sei ja nicht blauäugig, und Sportvorstand Fredi Bobic ist bekannt dafür, die wirtschaftlichen Aspekte nicht außer Acht zu lassen. Es gebe nun mal Konstellationen, da müsse man darüber nachdenken, „einen Spieler jetzt zu verkaufen, weil man nächstes Jahr nicht mehr so viel bekommt“. Man muss, könnte man auch sagen, die Kuh melken, solange sie noch Milch gibt. Die Aktie Rebic wird zurzeit so hoch gehandelt wie vielleicht nie wieder. Und Frankenbach gibt darüber hinaus zu bedenken: „Spielerwerte können sich verflüchtigen“, durch Verletzungen oder lange anhaltende Formkrisen etwa.

Dessen ungeachtet ist die Frankfurter Geschichte eine einzige Erfolgsstory. „Wir sind ein Aufsteiger der Bundesliga“, befindet der Vorstand, die vergangenen zwölf Monaten zählen zu den erfolgreichsten der Vereinsgeschichte. Natürlich war die Saison 2017/18 „ein Rekordjahr“ auf allen Ebenen. Das Eigenkapital ist auf 29,1 Millionen Euro angewachsen. Zum Vergleich: Vor drei Jahren betrug es 5,7 Millionen. Diese Erhöhung geht in erster Linie auf die Zufuhr von 15 Millionen Euro zurück, für die unter anderem der neue Aktionär, die „Freunde des Adlers GmbH“, gesorgt hat. Dahinter verbergen sich Aufsichtsrat Philip Holzer und Geschäftsmann Stephen Orenstein.

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