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Eintracht Frankfurt Ein Oscar für die Profis

Eintracht Frankfurt verstärkt seinen Trainerstab mit dem langjährigen U23-Coach Oscar Corrochano. Zurück im Trainingsbetrieb sind Alexander Meier, Sebastian Jung und Sonny Kittel.

Von wegen ruhige Kugel schieben: Oscar Corrochano verstärkt den Trainerstab von Eintracht Frankfurt. Foto: Stefan Krieger

Eintracht Frankfurt verstärkt seinen Trainerstab mit dem langjährigen U23-Coach Oscar Corrochano. Zurück im Trainingsbetrieb sind Alexander Meier, Sebastian Jung und Sonny Kittel.

Als am Donnerstag Nachmittag für die Berufsfußballer von Eintracht Frankfurt die schöne zweitägige trainingsfrei Zeit vorbei war, konnten sie gleich zwei neue Gesichter begrüßen. Andererseits: So neu waren die Gesichter nicht, im Grunde waren es alte Bekannte. Sonny Kittel hat nach fast fünfmonatiger Verletzungspause wegen einer Knie-Operation am Knorpel gestern das erste Mal wieder mit der Mannschaft trainiert. Vorsichtig zwar, und nur das Aufwärmprogramm hat der 20 Jahre alte Mittelfeldspieler absolviert, aber er war froh und glücklich, zurück auf dem Rasen zu sein. Sonny Kittel, das ganz große Talent, nimmt einen neuen Anlauf.

Das tut auch Oscar Corrochano. Und zwar als neuer Co-Trainer beim Frankfurter Bundesligisten. Der seit heute 37 Jahre alte Deutsch-Spanier zählt ab sofort zum Trainerstab der Eintracht, sein Vertrag ist bis zum Saisonende datiert. Er kommt aus dem eigenen Stall, genießt bei der Eintracht einen guten Ruf. Das Engagement bei den Profis kam kurzfristig auf Initiative von Trainer Armin Veh zustande, „er hat mich angerufen und gefragt, ob ich mir das zutraue“, erzählte Corrochano gestern nach seiner ersten Trainingseinheit.

„Ich kenne ihn noch aus seiner Zeit als U 23-Coach“, sagte Veh, „ich schätze ihn sehr, bei der U 23 hat er gute Arbeit verrichtet. Er passt zu uns.“ Der gebürtige Hanauer, der zuletzt Cheftrainer beim Zweitligisten Jahn Regensburg war und danach Co-Trainer unter Rainer Adrion bei der deutschen U 21-Nationalmannschaft, soll Veh bei seiner täglichen Arbeit unterstützen. „Zwei Assistenten sind doch normal“, sagt er. Bislang hat Reiner Geyer Veh als Co unterstützt. Corrochano soll in erster Linie jenen Spielern ein wettkampfgemäßes Training bieten, die bei den Europa League-Partien nicht im 18er-Kader sind. „Die brauchen das Training eines Fußball-Lehrers“, sagt Veh, der damit die Eintracht ein Stück professioneller aufstellen will. Denn angesichts der Fülle an Spielterminen – bis zum Hinrundenende am 23. Dezember sind noch 20, womöglich 21 Spiele zu absolvieren – wird Veh wohl dem einen oder anderen Spieler eine Pause gönnen und rotieren lassen.

Für den neuen Job empfindet Corrochano eine „Riesenfreude“, von Veh und dessen natürliche Autorität könne er noch viel lernen. Und Corrochano, schon ein bisschen grau an den Schläfen, ist zurück bei der Eintracht, für die er seit 1992 mit Unterbrechungen einst viele Jahre spielte (in der Jugend, in der Zweiten Mannschaft und einmal sogar bei den Profis). Zudem spielte er bei Kickers Offenbach, Darmstadt 98 und Waldhof Mannheim. Nach einer schweren Sprunggelenksverletzung musst er seine aktive Laufbahn vorzeitig beenden und stieg ins Trainergeschäft ein. Seinen Fußball-Lehrer baute er gemeinsam mit Stefan Effenberg und Mehmet Scholl. Im Leistungszentrum der Eintracht hat er sich viele Meriten verdient, er betreute erfolgreich U 16, U19 und U 23. Im Sommer 2012 unterschrieb er einen Vertrag beim Zweitligisten Jahn Regensburg, die Eintracht ließ ihn nur ungern ziehen, doch sie wollte ihm diese Chance nicht verbauen: Doch nach nur zwölf Spielen (und neun Punkten) wurde er überraschend schnell schon entlassen.

Gestern überwachte er bereits Teile des Trainings, das Sebastian Jung nahezu komplett mitmachte. Alexander Meier war nur laufend unterwegs, Sebastian Rode ackerte im Kraftraum, Srdjan Lakic trainierte individuell und Johannes Flum wurde wegen seiner Adduktorenprobleme geschont.

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