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Eintracht Frankfurt Ehrgeizig nach Europa

Eintracht-Torhüter Kevin Trapp und seine Kollegen schuften in Florida für das große Ziel.

Keeper Kevin Trapp (links) und Frederik Rönnow
Sonne und mehr: Die Keeper Kevin Trapp (links) und Frederik Rönnow im Florida-Camp. Foto: Jan Huebner

Erst nach links, dann nach rechts. Wieder nach links, noch mal nach rechts. Und so weiter und so fort. Manfred „Moppes“ Petz kannte kein Erbarmen. Als der fast immer gut gelaunte Torwarttrainer von Eintracht Frankfurt seine drei Handschuhträger, Kevin Trapp, Frederik Rönnow und Jan Zimmermann, so betrachtete, wie sie sich rücklings vor ihm auf dem Rasen liegend von einer zur anderen Seite herumwälzten, da konnte er sich ein Schmunzeln nicht verkneifen. Moppes Petz fuhr am ersten Tag im Trainingslager in Florida die ganz schweren Geschütze auf, hatte später noch die schwarzen Medizinbälle für die nach Luft japsenden Schlussmänner parat. Dicke Arme also für den großen Erfolg?

Kevin Trapp jedenfalls wäre das nur allzu Recht. Die Nummer eins im Frankfurter Kasten schaut selbstbewusst auf den zweiten Saisonabschnitt voraus. „Wir wissen, dass wir eine Rückrunde vor uns haben, die richtig gut werden kann. Dass wir sehr, sehr erfolgreich sein können. Wir haben definitiv die Qualität, um unter die ersten Sechs zu kommen.“

Natürlich seien es viele Mannschaften, die im vorderen Bereich der Tabelle mitmischen und Ambitionen auf den Europapokal hegen, so Trapp. Jene fünf vor der Eintracht sowieso, aber auch die Konkurrenten aus Bremen, Berlin oder Leverkusen dahinter. „Aber wir haben in der Hinrunde bewiesen, dass wir das schaffen können. Wir müssen ehrgeizig sein und daran glauben.“

Der 28 Jahre alte Trapp ist während seiner Zeit beim französischen Ausnahmeklub Paris Saint-Germain spürbar gereift. Das ist sicher keine ganz neue Erkenntnis, aber eben doch eine, die sich mehr und mehr verfestigt. Der gebürtige Saarländer ist zu einem gefragten Interviewpartner geworden. Nicht nur in der Frankfurter Presselandschaft, auch bundesweit oder im Ausland. Gerade erst fragte der US-amerikanische Sender ESPN an. Ruhig und sachlich spricht Trapp in solchen Gesprächen, manchmal sogar zu leise für jene Reporter, die am Flatterband nach Spielen nur einen Platz weiter hinten ergattern konnten.

Die Inhalte von Trapps Aussagen aber sind meist deutlich genug. Nach dem mühsamen 1:1 in Nürnberg etwa, da kritisierte der deutsche Nationaltorhüter seine Kollegen doch ziemlich drastisch („Das war richtig schlecht von uns“), genauso wie er nach dem 3:0-Sieg in Stuttgart aus dem stürmenden Trio Luka Jovic, Sebastien Haller und Ante Rebic wortgewaltig die Frankfurter „Büffelherde“ machte.

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