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Eintracht Frankfurt Dreh- und Angelpunkt

Der Eintrachtler Marc Stendera startet bei der U-17-EM durch. Was Armin Kraaz, den Leiter des Eintracht-Leistungszentrums, nicht wirklich wundert.

Marc Stendera spielt in der B-Jugend von Eintracht Frankfurt und in der deutschen U17. Foto: Getty

Dass Marc Stendera auch in der U-17-Auswahl des DFB eine prima Rolle spielen würde, war Armin Kraaz schnell klar. „Marc denkt, lebt und atmet Fußball, und das Tag und Nacht“, sagt der Leiter des Frankfurter Leistungszentrums über den linken Mittelfeldspieler von Eintracht Frankfurt, der seit zwei Jahren im vereinseigenen Internat lebt. Stendera, beidfüßig, dribbelstark und mit einer engen Ballführung gesegnet, hat im zweiten Gruppenspiel bei den Europameisterschaften der B-Jugend in Slowenien den entscheidenden Treffer zum 1:0 über Island erzielt. Die deutsche U17, angeleitet von Stefan Böger, steht damit vor ihrem letzten Gruppenspiel (heute gegen Frankreich, 19.30 Uhr, Eurosport) bereits im Halbfinale. Neben Stendera, dem Spektakulären, stehen aus Frankfurt noch Marc Oliver Kempf, „ein Kopfballmonster Marke Kyrgiakos“ (Kraaz), und der zweite Torwart Marvin Schwäbe im 18 Mann umfassenden Aufgebot des DFB. „Wir stellen die meisten Spieler“, sagt Kraaz. Darauf ist er stolz.

Zwei Tore gegen Österreich

Marc Stendera, der auf die Schule am Ried geht, hat den Sprung ins DFB-Aufgebot fast auf den letzten Drücker noch geschafft. Die U17 unter Böger absolvierte in diesem Jahr ein wahres Mammutprogramm an Lehrgängen, Spielen und Trainingslagern. Stendera musste einige sausen lassen, die Leistungen in der Schule waren nicht danach, aber im letzten Spiel gegen Österreich drehte der Eintrachtler richtig auf, erzielte beide Tore zum 2:1-Sieg und fuhr mit nach Slowenien. Dabei schien der Kader der U17, seit fast zwei Jahren unbesiegt, schon zu stehen.

Bindewalds Schlüsselspieler

Stendera ist bei der Eintracht B-Jugend, die vom Ex-Profi Uwe Bindewald trainiert wird, „Dreh- und Angelpunkt“, lobt Kraaz. 14 Tore hat der Mittelfeldspieler bereits geschossen, dazu noch 16 Vorlagen gegeben. Er ist ein mannschaftsdienlicher Spieler, der auch den Weg nach hinten nicht scheut. Stendera, vor 16 Jahren in Kassel geboren, kommt vom OSC Vellmar. Bei der Eintracht half er auch schon in der A-Jugend aus. „Marc identifiziert sich sehr stark mit der Eintracht“, sagt Kraaz, der seinen „Rohdiamanten“ langfristig an den Klub gebunden hat. Ob Stendera heute Abend freilich gegen Frankreich spielt, ist noch offen. Womöglich wird die Nummer zehn für das Halbfinale geschont. Er hat schon eine Gelbe Karte, bei der nächsten wäre er gesperrt. Auch das zeigt die Wertschätzung des Frankfurters.

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