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Eintracht Frankfurt Die Serientäter

Eintracht Frankfurt stellt weiterhin die Mannschaft der Stunde und fühlt sich in schwindelerregender Höhe pudelwohl.

Haller und Rebic im Torjubel
Und es hat Zoom gemacht, mal wieder: Torschütze Haller springt Torschütze Rebic an. Foto: Christian Klein

Die Gelassenheit, die der Frankfurter Trainer Adi Hütter auch in Zeiten des Misserfolgs zu Beginn der Saison (Ja, den hat es tatsächlich auch gegeben) ausgestrahlt hatte, diese Gelassenheit strahlte der Mann auch am späten Samstagabend im ZDF-Studio aus, als Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein ihn erst fragte, ob er das Aktuelle Sportstudio schon mal gesehen habe und dann, ob er Fredi Bobic auf einem alten Bild erkenne. Man musste den Eindruck gewinnen, da habe sich das Fernsehen einen Mann eingeladen, der die letzten 20 Jahre in einem sehr tiefen Tal in den Bergen verbracht hatte. Aber Adi Hütter, dieser so unaufgeregt, besonnen und entspannt daherkommende, sehr höfliche Vorarlberger, lächelte diese kleine Despektierlichkeit einfach weg. Es ist ja ohnehin momentan so, dass ihm alles gelingt, was er beginnt.

Nun hat Eintracht Frankfurt auch noch beim Angstgegner gewonnen, 3:1 (1:0) beim FC Augsburg, wo es bei sechs Anläufen in der Fuggerstadt noch nie etwas zu holen gab. „Stolz“ sei er, dass auch diese Negativserie gerissen sei, sagte Hütter. Es ist der neunte Sieg im zehnten Spiel, siebenmal in der Bundesliga, dreimal in der Europa League, 28 und von möglichen 30 Zählern haben die Frankfurter Überflieger aufs Konto geschaufelt, und an solch eine Siegesserie können sich nicht mal mehr die Alten erinnern, nicht mal Marco Russ, 33, „nicht mal im Ansatz“. Die letzte Niederlage, 1:3 bei Borussia Mönchengladbach, datiert vom 26. September, also vor genau zwei Monaten. 

Mittlerweile ist die Mannschaft von damals mit der von heute kaum mehr zu vergleichen. Da spielten die Hessen noch mit einer Viererabwehrkette, einem Makoto Hasebe im defensiven Mittelfeld, einem Filip Kostic auf halblinks und lediglich mit einer einzigen Spitze, mit Sebastien Haller. Mit einer Systemumstellung und dem Mut zur Offensive kam die Wende, seit dem 4:1 gegen Hannover 96 hat sich die Mannschaften gefunden. Seitdem geht es nur noch bergauf, von Tabellenplatz 15 (nach fünf Spielen und vier Punkten) stürmten die Frankfurter in den folgenden sieben Partien unter die ersten Drei und packten dabei 19 Zähler aufs Konto. Nach der Hinrunde der vergangenen Saison lagen die Frankfurter bei 26 Punkten, jetzt haben sie schon 23. Und ein Torverhältnis (29:14) wie seit Yeboahs Zeiten nicht mehr.

Und es waren in Augsburg jene trefflichen Drei im Sturm, Luka Jovic, Ante Rebic und Sebastien Haller, die den Unterschied machten und jetzt schon an 28 der bislang in der Liga erzielten 29 Treffer direkt beteiligt waren. Haller markierte das 2:0 (47.), er legte zudem Jonathan de Guzman zur Führung auf (1.), schließlich machte Rebic (68.) mit dem 3:0 den Deckel drauf.

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