22. Februar 20179°C Frankfurt a. M.
Lade Inhalte...

Eintracht Frankfurt Die kleinere Baustelle

Nicht nur auf der Position des rechten Außenverteidigers klemmt es bei der Eintracht. Auch links hinten sind die Hessen mit dem Duo Oczipka und Djakpa nicht zufrieden.

Konnte bisher nicht immer überzeugen: Bastian Oczipka. Foto: imago/Jan Huebner

Constant Djakpa, das ist nicht neu, ist ein wahrer Sonnenschein, stets gut gelaunt, und es gibt kein Training, in dem er nicht vor lauter Übermut den Ball fröhlich in die Luft tritt. In Abu Dhabi hat er zudem in einem Interview gesagt, er wolle seinen auslaufenden Vertrag bei der Eintracht gerne verlängern und mit den Hessen noch mal in der Europa League spielen, vielleicht sogar schon bald. Ja, so ist er, der von der FR intern DJ Akpa genannte Linksverteidiger, immer zuversichtlich, immer gut drauf.

Leider ist es ihm bisher nicht gelungen, sich dauerhaft einen Platz in der ersten Elf zu sichern. In der Hinrunde hat er fünfmal spielen dürfen, und dass obwohl sein Kontrahent Bastian Oczipka auch nicht gerade die Sterne vom Himmel gespielt hat. Am Sonntag, im ganz geheimen Testspiel gegen Eintracht Braunschweig, durfte der Ivorer anfangen, „weil er immer nur reinkommt“, wie Trainer Armin Veh sagte. Aber Djakpa hat sich auch da nicht aufdrängen können. Er wirkt oft arg flatterhaft, unkonzentriert.

Zu wenig Druck

Mit der Seite hinten links ist die Eintracht nicht wirklich zufrieden. Auch diese Position zählt zu den Baustellen bei den Hessen, neben links vorne und rechts hinten. Oczipka, der Platzhirsch, hat schon bessere Hinrunden gespielt. Der gerade 27 Jahre alt gewordene Bergisch-Gladbacher ist nie so richtig in Tritt gekommen, im Zwischenzeugnis der FR hat er einen „Blauen Brief“ bekommen, eine einzige Vorlage (beim 4:1 in Stuttgart am 3. Spieltag) steht zu Buche. Früher war Oczipka, bis 2018 an die Eintracht gebunden, einer der besten Vorbereiter.

Aber so wirklich um seinen Stammplatz hat er nicht fürchten müssen, er stand als einziger Feldspieler in allen 17 Spielen 90 Minuten auf dem Platz. Von Djakpa kommt zu wenig Duck, und wenn der Ivorer mal spielen durfte (und Oczipka eine Position weiter nach vorne rückte), konnte er auch nicht überzeugen.

Oczipka, ein eloquenter Mann, litt darunter, dass er die ganze Zeit keinen adäquaten, guten Vordermann hatte. Nun hofft Trainer Veh, dass Abhilfe geschaffen wurde und Oczipka zurück zur Normalform findet.

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
  • Nutzungsbasierte Onlinewerbung
  • Mediadaten
  • Kontakt
  • Wir über uns
  • Impressum