Lade Inhalte...

Eintracht Frankfurt Die Euphorie wird größer

War das Eintracht-Gastspiel in Salt Lake City noch geprägt von ziemlicher Euphorielosigkeit, bekam die SGE in Philadelphia den Empfang, den ein Pokalsieger verdient hat.

Eintracht Frankfurt - Adi Hütter
Eintracht-Trainer Adi Hütter: das Interesse am Pokalsieger war groß. Foto: Thomas Frey (dpa)

Wer die Eintracht am vorletzten Tag ihrer Reise in Philadelphia erlebt hat, der konnte den Eindruck bekommen: Sie scheint angekommen zu sein in den USA. War das Gastspiel in Salt Lake City noch geprägt von ziemlicher Euphorielosigkeit, bekam die SGE in Philly den Empfang, den ein Pokalsieger verdient hat.

Schon auf dem Weg zum Stadion hätten die Unterschiede kaum größer sein können. Auf den Parkplätzen schmissen die Einheimischen – viele in Trikots von Philadelphia Union gehüllt – die Grills an, tranken Bier und freuten sich auf die Partie. Kinder tobten herum, Erwachsene spielten eine Variante von Golf. Vereinzelt waren auch Eintracht-Trikots vertreten. Deren Dichte wurde höher, je näher das Stadion rückte. An einer Ecke hatten sich die Eintracht-Anhänger versammelt. Aus Deutschland waren noch mal einige Fans angereist, vor allem aber aus den unterschiedlichsten Ecken der Staaten – von Austin über Cleveland bis hin zu Washington – kamen die Adlerträger.

Ein Selfie hier, eine Autogrammkarte dort

Sie alle bekamen schon vor dem Stadion einen wesentlich spannenderen Eindruck als noch in Utah. Überall wuselten Menschen herum, am Stand von Fanbetreuer Marc Francis gaben sich die Amis die Klinke in die Hand. Ein Selfie hier, eine Autogrammkarte von David Abraham oder Sebastién Haller dort. Für die Kinder gab es Luftballons mit Eintracht-Adler drauf. Enttäuscht war nur der Mexikaner, der Marco Fabián und Carlos Salcedo vermisste. Was er dafür zu sehen bekam: Eine deutschsprachige Kapelle in Krachledernen, die unter anderem das Kufstein-Lied spielte. Warum auch immer.

Eine andere Art von Musik gab es dann im Inneren des Stadions zu hören. Denn da hatte sich tatsächlich eine aktive Fanszene der Gastgeber versammelt. Es waren nicht viele. Aber die Wenigen zeigten eine Choreographie, sangen diverse aus europäischen Stadien bekannte Lieder, sogar Pyrotechnik wurde gezündet. Diverse Graffitis unter der Kurve und Hinweise, welche Regeln in dieser gelten, rundeten das Bild einer organisierten Szene ab. Auch das restliche Publikum wirkte begeistert, das Interesse am Pokalsieger war groß. Natürlich fehlten auch die Werbehinweise auf das Duell zwischen Juventus Turin und Bayern München, das in einigen Tagen in einem größeren Stadion der Stadt ausgetragen wird, nicht. Dort hofft man auf ein ausverkauftes Haus. Mag also sein, dass der Name des Vizepokalsiegers mehr zieht. Ein lohnenswerter Abstecher nach Philadelphia war es dennoch für die Eintracht.

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen