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Eintracht Frankfurt Der Coup mit Ante Rebic

Der Stürmer von Eintracht Frankfurt verlängert seinen bis 2021 gültigen Vertrag um ein weiteres Jahr.

Eintracht Frankfurt
Ante Rebic beim Training. Foto: Jan Hübner

Den Überraschungscoup hatte sich Fredi Bobic, dramaturgisch nicht ungeschickt, für das Ende aufbewahrt. Nach ausführlichen Erörterungen zu diversen Vertragsverlängerungen hohe Verantwortung tragender Herren bei Eintracht Frankfurt bat der Sportvorstand noch einmal ums Wort. Er hatte Gewichtiges zu verkünden, das, was man geschafft habe, sei „ein Meilenstein“: Ante Rebic, einer der begehrtesten Spieler der Bundesliga, umschwärmt von großen und größeren Klubs, wird weiterhin bei der Eintracht bleiben, mehr noch: Er hat seinen ohnehin bis 2021 gültigen Vertrag am Donnerstag vorzeitig um ein weiteres Jahr verlängert. „Dass er bei uns bleibt, zeigt, dass er den Adler im Herzen trägt“, sagte Bobic.

Eintracht Frankfurt geht bis an die Grenzen

Vermutlich werden den 24 Jahre alten Stürmer noch ein paar andere Argumente zur Unterschrift bewegt haben, vornehmliche pekuniäre. „Wir haben alles reingelegt, wir sind bis an unsere Grenzen gegangen“, verriet der Vorstand. Rebic dürfte mit rund vier Millionen Euro zum absoluten Topverdiener bei der Eintracht aufgestiegen sein. Darüber hinaus hat der Eintracht-Boss den Kroaten, der „eine brillante WM gespielt“ habe (Bobic), auch mit eher weichen Faktoren zum Bleiben überredet. „Ich habe ihm gesagt: Ante, du bist hier noch nicht fertig. Die Fans lieben dich und auch deine Art, wie du Fußball spielst.“

Es habe Angebote gegeben, sogar angeblich „in hohem Rahmen“, wie Bobic ausführte, „es wäre eine Rekordsumme für Eintracht Frankfurt geworden“. Aber es sei dem Klub immer „um den Sport gegangen“. Mit Rebic, das ist sicher, spielt der Bundesligist auf einem anderen Niveau. Der bullige, extrem gallig auftretende Angreifer passt mit seiner Schnelligkeit und Dynamik nahezu perfekt in das System des neuen Trainers: „Für uns ist Ante ein Zugpferd, ein Schlüsselspieler“, sagte Adi Hütter.

Ante Rebic fühlt sich in Frankfurt wohl

Der Angreifer selbst betonte am Freitag, es habe „bessere finanzielle“ Möglichkeiten gegeben, er sei aber für ihn „eine Ehre, hier zu sein“. In Frankfurt fühle er sich wohl, sehr schnell sei für ihn „klar geworden, dass ich in Frankfurt bleiben werde“. Das kann man nun glauben oder nicht. Als sicher gilt, dass Ante Rebic innerhalb des Teams eine hohe Wertschätzung genießt. „Dieser Wohlfühlfaktor war mir einfach wichtig“, sagte er. Zudem seien die Gespräche mit dem neuen Trainer Hütter sehr positiv gewesen: „Ich habe ein super Gefühl bei ihm.“ Dass die Eintracht weiterhin auf Tore des Pokalhelden hoffen darf, wertet Hütter „als tolles Zeichen“. Auch Niko Kovac, bekanntermaßen der Ziehvater von Rebic, gratulierte aus München zu dem Coup: „Dass sie mit Ante um ein Jahr verlängern konnten, spricht für die Ambitionen des Klubs. Ante ist ein Idol in Frankfurt.“

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