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Eintracht Frankfurt Das kleinste Licht leuchtet

Die drei Planspiele von Eintracht Frankfurt für die kommende Saison.

Nico Kovac
Die Laune ist prächtig bei der Eintracht.Trainer Nico Kovac. Foto: rtr

Es vergeht kaum ein öffentlicher Auftritt von Fredi Bobic, in dem er nicht darauf hinweist, was er alles nicht mag. Stillstand zum Beispiel, den hasst er. Oder Selbstzufriedenheit, die hasst er auch. Und überflüssige Pfunde. Die stören ihn gewaltig. Also hat der Sportvorstand von Eintracht Frankfurt die Laufschuhe herausgekramt, ist am Mainufer gejoggt, oft schon morgens um sieben, und hat, schwuppdiwupp, stolze zwölf Kilo verloren. Nun fühlt er sich wohl in seiner Haut, vor allem: Er fühlt sich gewappnet für die Aufgaben, die in den nächsten Wochen und Monaten auf den umtriebigen Macher warten.

Es ist ja so, dass der hessische Bundesligist derzeit Ideen und Planspiele für drei Zukunftsszenarien entwickeln muss, wahrscheinlich liegen sie schon in der Schublade: ein Konzept für die Bundesliga, ein Konzept für die Europa League und, tatsächlich, denn noch immer liegt der Klub nach 27 Spieltagen auf Platz vier, auch eines für die Champions League. Das macht Bobic „kein Kopfzerbrechen“, ohnehin denkt der 46 Jahre alte Europameister gerne groß, „ich war Stürmer und bin da immer voll drauf.“ 

Die Erinnerungen an Europa sind noch da

Ein Auftritt der Eintracht auf internationalem Parkett wäre eine weitere Zäsur, sie würde den Klub einen gewaltigen Schritt nach vorne bringen. Finanziell sowieso und in der öffentlichen Wahrnehmung. „Die ganze Stadt würde komplett ausrasten“, hat Marco Russ, das Frankfurter Urgestein, jüngst im „FAZ“-Interview gesagt. Tatsächlich fiebert die ganze Stadt nach diesem Event, die Erinnerung an die letzten Auftritte in der Europa League mit Spielen gegen Girondins Bordeaux und dem FC Porto ist noch frisch, auch das Pokalfinale im vergangenen Jahr hat die Gier noch verstärkt. Klar ist auch: Eintracht Frankfurt will dieses Mal, anders als noch 2013/14, diese einmalige Gelegenheit nicht verschenken.

Seinerzeit hatte der Klub weitgehend versäumt, den Kader entscheidend zu verstärken. Sicher: Es mangelte damals an den erforderlichen finanziellen Mitteln, aber es war auch keiner bereit, über den Teller zu schauen und ins Risiko zu gehen. So blieb die letzte Europapokalsaison, die der Eintracht immerhin Einnahmen von 14 Millionen Euro brachte (und einen Gewinn von etwa neun Millionen Euro), eine Episode.

Für die laufende Europa-League-Saison 2018/19 kassierte jeder der 48 Klubs ein Startgeld von 2,6 Millionen Euro, zudem 360 000 Euro pro Sieg und 120 000 für ein Unentschieden, der Gruppensieger bekam 600 000 Euro, der Zweite die Hälfte, wie die FR berichtete.

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