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Eintracht Frankfurt Ausgerechnet Wolf

Eintracht Frankfurt wird vom eigenen Ex-Spieler in Dortmund auf die Bretter geschickt.

Borussia Dortmund vs Eintracht Frankfurt
Wolf tunnelt Jonathan de Guzman und trifft zum 2:1-Zwischenstand. Foto: rtr

Im Hochglanzvereinsheft von Borussia Dortmund verriet Seitenwechsler Marius Wolf, dass er schon von Kindesbeinen an ein glühender BVB-Anhänger gewesen sei und das schwarzgelbe Trikot als kleiner Bub trug. Aber auch an Eintracht Frankfurt hat der Ex, wie sollte es anders sein, nur beste Erinnerungen. Die Zeit werde er nie vergessen und wolle sie nicht missen, „mit mir ist gut umgegangen und gearbeitet worden“. Er ist auch ganz gut ausgebildet worden, und das demonstrierte der 23-Jährige am Freitagabend, als er seine früheren Kollegen mit einem Rechtsschuss auf die Bretter schickte.

Nach 73 Minuten, es stand 1:1, die Eintracht schnupperte am Punkt, zimmerte Wolf den Ball zum 2:1 ins Frankfurter Tor. Die Vorentscheidung. Er ballte die rechte Faust ganz leicht, doch jubelte sehr dezent – aus Respekt vor seinem Ex-Verein. „Ich wollte unbedingt mein erstes Tor für Dortmund machen. Ein bisschen schade, dass es gegen die Eintracht war.“, sagte Wolf bei Eurosport. Es war dennoch bezeichnend, dass Wolf, einer der Helden vom Mai, der sich den DFB-Pokal tätowieren ließ, diese Partie in Dortmund entschied, den 3:1-Endstand besorgte Paco Alcacer (88.). Die Eintracht hatte sich wacker geschlagen, aber die letztlich erwartete Niederlage kassiert. „Natürlich ist das Ergebnis enttäuscht. Gefühlt hat Dortmund dreimal aufs Tor geschossen und dreimal getroffen“, sagte Eintracht-Keeper Kevin Trapp.

Trainer Adi Hütter hatte eine durchaus erstaunliche Aufstellung gewählt: Er beorderte gleich zwei Spieler in die Startformation, die eigentlich gar nicht mehr bei Eintracht Frankfurt unter Vertrag stehen sollten: Simon Falette und Marco Fabian, beide aufrechte Mitglieder der unsäglichen Trainingsgruppe zwei, die vor knapp zwei Wochen nach Schließung des sommerlichen Transferfensters wieder aufgelöst wurde.

Falette und Fabian spielen

Es lässt tief blicken, dass der neue Fußballlehrer gleich zwei Akteure aus dieser zusätzlichen Gruppe nun wieder eingebunden hat und ihnen das Vertrauen schenkte. Das zeigt zum einen, welch Schnapsidee es war, diese Fußballer temporär auszugrenzen, weil sie ja offenbar doch nicht so schlecht und sehr wohl befähigt sind, in der deutschen Premiumklasse ihren Mann zu stehen. Sicherlich haben sie, im Gegensatz zu den erneut nicht für den Kader nominierten Leidensgenossen Marc Stendera und Branimir Hrgota, auch schnell wieder eine Bewährungschance bekommen, weil die Liste mit versehrten und gesperrten Profis schon sehr früh in der Saison recht lang ist.

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