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Eintracht Frankfurt Auf den Spuren der vergangenen Hinrunde

13 Punkte nach acht Spieltagen: Die Bilanz deutet eine Parallelität zur vergangenen Saison an.

Niko Kovac
Die Faust der Hinrunde: Niko Kovac. Foto: afp

Eine erste Zwischenbilanz dieser Runde will der Frankfurter Trainer Niko Kovac nach zehn Spieltagen ziehen, dann sei ein knappes Drittel der Saison absolviert und ein Trend erkennbar. Erkennbar ist jetzt schon, da Eintracht Frankfurt nach acht Spieltagen 13 Punkte aufs Konto geladen und Platz sieben erklommen hat, dies: Es deutet sich eine erstaunliche Parallelität zur vergangenen Saison an.

Nach 720 Minuten der vergangenen Saison war die Eintracht nur unwesentlich anders in der Tabelle platziert: 14 Zähler bedeuteten vor einem Jahr ebenfalls Platz sieben. Den achten Spieltag schloss man 2016/17 mit einem 3:0-Auswärtssieg beim Hamburger SV ab, 2017/18 siegte man 2:1 in Hannover. Im Grunde hat sich auch an der generellen Erwartung nicht viel geändert: Dieses wie letztes Jahr ist oberste Priorität, eine ruhige Saison zu spielen und möglichst schnell nichts mit den Abstiegsplätzen zu tun zu haben. Aber es gibt zwei gravierende Unterschiede: Im letzten Jahr investierte Eintracht Frankfurt in einen weitgehend runderneuerten Kader schlappe 3,3 Millionen Euro und hielt sich vornehmlich dank Leihspielern über Wasser. In dieser Saison sind die sportlich Verantwortlichen, im Bestreben Werte zu schaffen, ordentlich ins Risiko gegangen und haben das Portemonnaie weit geöffnet: Für etwa 20 Millionen Euro wurden neue Spieler verpflichtet, das Gros zudem mit langfristigen Verträgen ausgestattet. Bislang ist der Ertrag der gleiche.

Tore in den letzten Minuten

Ein Aspekt freilich darf nicht verschwiegen werden: In dieser Saison ist die Liga qualitativ deutlich stärker, die Teams sind viel, viel enger zusammengerückt, jedes einzelne Spiel entpuppt sich immer mehr als zähe Angelegenheit. Jede Partie, und das hat auch der Ex-Eintrachtler Pirmin Schwegler am Samstag festgestellt, „ist ein Abnutzungskampf“. Das ist auch der Grund, warum in diesem Jahr so wenig Tore fallen, warum so viele Begegnungen knapp ausgehen, warum Entscheidungen erstaunlich häufig erst in letzter Minute fallen. Niko Kovac wird nicht müde, genau das zu betonen: „Wir gewinnen unsere Spiele nicht hoch, wir verlieren sie auch nicht hoch. Die Spiele, die wir spielen, sind so eng.“ Und er vergaß auch nicht, den Faktor Glück zu erwähnen: „Wir haben die letzten beiden Spiele in der Nachspielzeit gewonnen.“ Das hat der Eintracht jeweils den Sieg gebracht und damit insgesamt vier Punkte, statt auf Platz sieben hätten die Hessen, wenn die Sonntagsschüsse nicht reingegangen wären, auch genau so gut vier Zähler weniger haben und auf Platz 13 rangieren können. Das ist bei der Dichte des Klassements eine Menge. Hannover 96 etwa hat die letzten beiden Spiele jeweils in der Schlussminute verloren. Alles liege enorm eng beieinander. „Das hätte auch genau andersrum laufen können.“

Darüber hinaus hat die Eintracht offenbar ein ähnliches Spielglück wie im vergangenen Jahr. Auch damals gewannen die Frankfurter in der Hinrunde die knappen Spiele, die sie genauso gut auch unentschieden gestalten oder gar verlieren hätten können; es sei hier nur etwa an das 2:1 zu Hause gegen Leverkusen erinnert, an das 2:1 in Bremen oder an das 3:3 zu Hause gegen Hertha Berlin. Auch da fielen die Tore ganz spät.

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