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Eintracht Frankfurt Auf dem Gaspedal bleiben

Eintracht Frankfurt wird auch ohne Mascarell und Boateng in Stuttgart auf den Favoritenschild gehoben.

Eintracht Frankfurt - RB Leipzig
„Wir stehen zu Recht da oben“, sagt Niko Kovac. Foto: dpa

Die Komplimente, die dieser Tage aus dem Süden der Republik, genauer: aus Stuttgart nach Frankfurt schwappten, weiß Niko Kovac sehr wohl einzuordnen: „Jeder lobt den anderen“, sagt der Frankfurter Fußballlehrer über die Aussage von VfB-Geschäftsführer Michael Reschke, Eintracht Frankfurt sei „das Team der Saison“, die Aufgabe am heutigen Samstag für die Schwaben „die härteste“ in dieser Rückrunde. Doch auch wenn Niko Kovac derlei Hymnen ganz gerne weglächeln möchte, so kommt er nicht ganz darum herum, dass sein Team mittlerweile vom Jäger zum Gejagten avanciert ist. Was besser sei, ist der erfolgreiche Coach vor dem Spiel beim heimstarken VfB Stuttgart gefragt worden. „Wenn man auf dem Gaspedal bleibt, dann ist es besser, der Gejagte zu sein.“

Die Eintracht, das ist bekannt, ist prima ins Jahr 2018 gestartet, mit 13 Punkten ist sie das zweitbeste Rückrundenteam, die zweitmeisten Tore hat sie ebenso geschossen, dazu sind die bisher aufs Konto geschaufelten 39 Punkte so viele wie seit 25 Jahren nicht mehr zu diesem Zeitpunkt: In der Saison 1992/93 waren die Hessen besser, umgerechnet, denn da galt noch die Zweipunkteregelung. „Wir stehen zu Recht da oben“, sagt jetzt auch Kovac, der bewusst nicht die Begeisterung, die momentan in der Stadt herrscht, „ersticken“ will, aber er möchte, ganz vorsichtig, daran erinnern, dass es genauso schnell in die andere Richtung laufen könne, siehe die 0:3-Schlappe gegen Augsburg. Und selbst wenn diese „Breitseite“ im Nachhinein ganz lehrreich für die Eintracht gewesen sein mag, „brauche ich diese Erfahrung nicht mehr“, sagt Kovac. 

Zusätzlicher freier Tag für die Spieler

Dennoch spürt er, dass die Mannschaft „ganz gut mit dieser Situation umgehen“ könne. „Wenn man glücklich durchs Leben läuft, dann ist auch Selbstvertrauen da.“ Klar, aus Stuttgart will der Deutsch-Kroate etwas Zählbares mitnehmen, selbst wenn sein Team „an die Grenzen gehen muss“.

Auch deshalb hat der Trainer in dieser Woche einen zusätzlichen freien Tag eingebaut, damit die Mannschaft die in vielerlei Hinsicht anstrengende Partie gegen Leipzig mental verarbeiten könne. „Die Jungs brauchten einen Tag zum Abschalten, jetzt sind sie topfit.“ Auf Mittelfeldspieler Omar Mascarell wird Kovac nicht zurückgreifen können, die Schwellung am Fuß sei noch nicht zurückgegangen. „Er hat versucht zu laufen, das ist nicht geglückt.“ Gebrochen oder gerissen sei nichts im Fuß, dennoch wolle man kein Risiko eingehen. 

Da auch Kevin-Prince Boateng (Gelbsperre) fehlt, bricht der Eintracht das komplette zentrale Mittelfeld weg. Makoto Hasebe wird, wie gegen Leipzig, den Sechser geben, Mijat Gacinovic wahrscheinlich Boss Boateng ersetzen müssen. Mit Marco Fabian ist Kovac offenbar weniger zufrieden. Der Mexikaner stand zuletzt nicht einmal im Kader. „Ich bewerte, was ich im Training sehen. Da habe ich Spieler gesehen, die es besser gemacht haben“, sagte Kovac kühl, der Jetro Willems aus privaten Gründen einige Tage frei gegeben hat.

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