Lade Inhalte...

Eintracht Frankfurt Altbewährtes Aufbaumittel

Eintracht Frankfurt setzt bei der Spieleröffnung auf die Methode Langholz, ist damit überraschend erfolgreich, sollte sich aber dennoch tunlichst weiterentwickeln.

Kevin Trapp
Wird immer besser, auch wenn er bisher immer ein Gegentor kassierte: Torhüter Kevin Trapp. Foto: Imago

Kevin Trapp ist ein Mann von Welt. Einer aus dem kleinen Saarland, der heute große Stars der Fußballbranche zu seinen Freunden zählen kann. Neymar, Buffon, bestimmt noch weitere Kicker aus dem Pariser Starensemble, dazu deutsche Nationalspieler. Der mit einem brasilianischen Supermodel liiert ist, der es sich sogar irgendwie leisten kann, mit der gewöhnungsbedürftigen Kombination aus rosa Fußballtretern und Handschuhen sowie einem lila Trikot zwischen den Pfosten zu stehen. Der fast täglich die Fans in den Sozialen Netzwerken in bestem Englisch, Französisch und freilich auch Deutsch über sein Leben unterrichtet. Hier ein oberkörperfreies Foto vor der Frankfurter Fankurve, dort die Ankunft im Teamhotel der DFB-Elf im feinen Zwirn. Kevin Trapp, vorerst für eine Saison vom französischen Spitzenklub Paris Saint-Germain zurück zu seiner alten Liebe an den Main gelotst, ist definitiv eine Persönlichkeit, die bei der Eintracht heraussticht.

Spätestens seit dem vergangenen Sonntag tut der Torhüter das auch mit Leistungen. Beim 2:1-Auswärtserfolg gegen die TSG Hoffenheim schwang sich der 28-Jährige zum besten Spieler seiner Mannschaft auf, sicherte der Eintracht mit Glanzparaden die drei Punkte. Und dennoch blieb er wieder nicht ohne Gegentor.

„Trapper ärgert sich sicher, dass er wieder nicht zu Null gespielt hat“, sagte Teamkollege Marco Russ, „aber das ist nicht so wichtig, er hat sensationell gehalten.“ Seit der späten Rückholaktion Ende August war es das achte Spiel für Trapp im Adler-Dress, in keinem blieb sein Kasten sauber. Das ärgerte ihn sichtbar, vor allem bei den klaren Erfolgen gegen Hannover oder Lazio Rom (jeweils 4:1), bei denen eine Nullnummer ein Leichtes gewesen wäre. Diesmal, gegen Hoffenheim, ballte der Mann zwischen Pfosten nach Schlusspfiff dagegen mehrfach die Fäuste. Er wusste, was er und seine Hintermannschaft geleistet hatten. „Ein weiterer Sieg und weitere wichtige drei Punkte“, schrieb Trapp später auf Instagram, „jetzt Konzentration auf die Nationalmannschaft.“

Nun gut, daraus wurde nichts. Trapp reiste zwar nach Berlin, konnte aber wegen einer leichten Blessur nicht trainieren, die er sich gegen Hoffenheim zugezogen hatte. Eine genauere Diagnose ist nicht bekannt. Bernd Leno, Ballfänger des FC Arsenal, wurde nachnominiert. Auch in Frankfurt fehlte Trapp gestern Nachmittag beim ersten Training der Woche auf dem Platz.

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen