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Eintracht-Einwurf Männerdutts und Tattoos

So ein Trainingslager ist bekanntlich nicht gerade des Fußballers liebste Zeit des Jahres.

Eintracht Frankfurt
Adi Hütter, Dirigent. Foto: dpa

Wenn die Profis von Eintracht Frankfurt zweimal am Tag in der Südtiroler Sonne über die grüne Wiese wetzen, dann schaut das schon ziemlich anstrengend aus, schweißtreibend; zu beneiden ist das kickende Personal sicher nicht. Da ist das Kondition bolzen bei Leutnant Werner Leuthard, dessen Ansprache sich manchmal doch arg nach Bundeswehr und Kasernenhof anhört. Da ist die Ballarbeit bei den Stabsoffizieren Christian Peintinger und Armin Reutershahn, die ihren Jungs den richtigen Drill mit dem runden Leder beibringen wollen. Da ist die Taktikschulung bei General Adi Hütter, der seine Vorstellungen von Pressing und Gegenpressing mit lautstarken Anweisungen untermalt. Kurzum: So ein Trainingslager, das ist harte Arbeit auf dem Platz.

Skurriles zur Blasmusik

Abseits davon produziert es aber auch manch nette Geschichten, die an dieser Stelle nicht verschwiegen werden sollen. Am Dienstag etwa schunkelte die Mannschaft bei einem Empfang der Stadt zur Dicke-Backen-Musik der Gais’schen Blaskapelle. Ob Franzosen, Spanier oder Portugiesen – so richtig wussten die Neuen nicht, was da gerade mit ihnen geschieht. Aber klar, die Handys hatten sie doch gezückt und filmten das gesellige Treiben. Überhaupt scheinen die Telefone der Kicker höchstes Gut zu sein. So nehmen sich die einen Profis mal gegenseitig beim Schlafen oder beim Singen auf dem Hotelbalkon auf. Die anderen schicken sich via soziale Netzwerke lustige Botschaften hin und her, auf denen Männer mit Löwen und Löwen von früher mit Löwen von heute verglichen werden. 

Gemeint ist ein Bild, auf dem Luka Jovic das gestrige Geburtstagskind Goncalo Paciencia auf die Schippe nimmt. So ist der Löwe von früher, also der Mann von früher, auf dem Foto ein stattliches Tier, wallende Mähne, stolz dreinschauend. Der Löwe von heute, also der Mann von heute, trägt dagegen mit Hilfe von Photoshop die wallende Mähne zu einem Dutt gebunden. Nun muss erklärt werden, dass Paciencia, wenn er nicht gerade mit Toreschießen beschäftigt ist, allzu gerne sein bezopftes Haupt mit Haarbändern in Form zu bringen versucht – das ist nicht immer von Erfolg gekrönt, vor allem dann nicht, wenn sich die Mannschaft nach den schweißtreibenden Einheiten im wenige Meter vom Trainingsplatz entfernten See abkühlt. Da wird gescherzt, sich gegenseitig nass gespritzt, das Handy gezückt. Und für das eine oder andere oberkörperfreie Fotomotiv gesorgt. Neuester Hit: das Schulter-Tattoo von General Hütter.

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