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Eintracht Ein Nachfolger für Weissenberger

Eintracht Frankfurt verpflichtet den offensiven Mittelfeldspieler Ümit Korkmaz vom EM-Teilnehmer Österreich bis 2012.

Ümit Korkmaz wird in der neuen Saison bei Eintracht Frankfurt im Mittelfeld spielen. Foto: rtr

Die Erleichterung war durchs Telefon förmlich bis nach Sardinien zu spüren: Trainer Friedhelm Funkel war hochzufrieden darüber, dass der Transfer des offensiven Mittelfeldspielers Ümit Korkmaz von Rapid Wien zu Eintracht Frankfurt weitgehend in trockenen Tüchern ist. "Jetzt sind wir sehr entspannt", sagte Funkel in seinem Urlaubsdomizil. Der 22-Jährige Österreicher mit türkischen Wurzeln, 1,74 Meter groß, 72 Kilo schwer, soll in Frankfurt einen Vier-Jahresvertrag bis 2012 unterschreiben. Über die Ablösesumme vereinbarten beide Seiten Stillschweigen.

100-prozentig perfekt ist der Wechsel freilich noch nicht. "Wir sind uns mit dem Spieler und dem abgebenden Verein einig", sagte Klubchef Heribert Bruchhagen der FR am Abend. Allein die Unterschrift unter den fertig ausgehandelten Kontrakt steht noch aus. Das liegt aber einzig daran, dass sich Rechtsfuß Korkmaz derzeit mit der österreichischen Nationalmannschaft in Stegersbach im Burgenland auf die am Samstag beginnende Europameisterschaft vorbereitet. Korkmaz hat es quasi erst auf den letzten Drücker ins Aufgebot des Gastgeberlandes geschafft. Er gilt als Shooting-Star bei den Österreichern.

"Das ist ein talentierter, hungriger Spieler", sagte Funkel. Korkmaz, als Sohn türkischer Einwanderer in Wien geboren, kommt aus dem offensiven Mittelfeld meistens über links. Er soll bei der Eintracht in etwa die Position des abgewanderten Markus Weissenberger übernehmen. "Wenn wir mit drei Spitzen spielen, könnte er die dritte neben Fenin und Amanatidis sein", sagte Funkel, der große Stücke auf den 22-Jährigen hält. "Er hat in Wien eine überragende Rückrunde gespielt und dort für Furore gesorgt." Funkel verfügt nun über vier offensiv ausgerichtete Mittelfeldakteure: Alex Meier, Caio, Toski und eben Korkmaz.

In der letzten Saison hat der zweifache Nationalspieler 31 Spiele absolviert und zwei Tore geschossen. Zudem spielte er zweimal im Uefa-Cup. Korkmaz, den "wir sehr lange beobachtet haben" (Bruchhagen), besitzt neben der österreichischen auch die türkische Staatsbürgerschaft. Damit lassen die Hessen vorerst ihre Aktivitäten auf dem Spielermarkt ruhen. "Wir haben aktuell jetzt keinen Handlungsbedarf", sagt Funkel und Bruchhagen sieht "keinen Handlungszwang." Zumindest nicht während der EM.

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