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DFB-Sanktionen Die Eintracht muss wohl ohne Fans nach Berlin

Wegen der Vorfälle in Düsseldorf wird das DFB-Sportgericht die Fans von Eintracht Frankfurt wahrscheinlich für das Auswärtsspiel bei Union Berlin aussperren. Die Summe der Ereignisse spricht gegen den hessischen Zweitligisten: Die Eintracht gilt als vorbestraft.

21. Spieltag: Eintracht-Anhänger zündeln beim Auswärtsspiel in Düsseldorf im Gästeblock. Foto: dpa

Fußball-Zweitligist Eintracht Frankfurt muss damit rechnen, das Auswärtsspiel bei Union Berlin am Montag, 26. März, ohne eigene Fans zu bestreiten. Wie es aus gut unterrichteten Kreisen heißt, wird der DFB-Kontrollausschuss beim Sportgericht am heutigen Dienstag einen entsprechenden Antrag einbringen. Damit dürften in der Alten Försterei in Berlin keine Anhänger der Eintracht zugegen sein, die Tribüne für die gegnerischen Fans wird wohl leerbleiben. Wahrscheinlich ist auch, dass die Eintracht den „Eisernen“ aus Berlin die wegfallenden Einnahmen ersetzen muss. Zuletzt wurde Dynamo Dresden, die ohne Fans nach Frankfurt reisen müssen, im umgekehrten Fall dazu verdonnert.

Es geht konkret um die Vorfälle beim Spiel bei Fortuna Düsseldorf am 13. Februar, als nicht nur Pyrotechnik und Böller abgebrannt wurden, sondern auch Leuchtspurmunition auf den Rasen gefeuert wurde. Das Gefährdungspotenzial sei erheblich gewesen, hieß es. Auch dem Eintracht-Justiziar Philipp Reschke schwant Unheil: „Wir hielten solch ein Urteil nicht für vollkommen ausgeschlossen. Eine große Überraschung wäre es nicht.“

Zwar wolle Eintracht Frankfurt dem Kontrollausschuss nicht vorgreifen, aber im Lichte ähnlicher Vorfälle bei anderen Klubs betrachtet und der derzeit relativ rigorosen Vorgehensweise des Sportgerichts, müssen „wir mit so einer Strafe rechnen“, sagt Reschke. Der DFB habe die Maßstäbe hochgesetzt. Zudem spräche die Summe der Ereignisse nicht gerade für den Zweitligisten, die Eintracht gilt als vorbelastet.

Bislang sind in der Vergangenheit gegen die Frankfurter bereits diverse Geldstrafen und im Heimspiel gegen St. Pauli am zweiten Spieltag eine leere Fankurve als Strafe verhängt worden. Schon seit einiger Zeit befürchtet Eintracht-Boss Heribert Bruchhagen, dass die Eintracht demnächst um drastischere Strafen nicht herumkommen werde.

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