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DFB-Pokal Eintracht Frankfurt fährt nach Berlin

2. UpdateEintracht Frankfurt zieht nach großem Kampf gegen Schalke ins DFB-Finale ein. In Berlin wartet Bayern München.

FC Schalke 04 - Eintracht Frankfurt 0:1
Berlin! Die Eintracht hat es wieder geschafft. Foto: dpa

Ganz am Ende dann sanken viele der Recken in Rot erschöpft, aber glücklich zu Boden. Für andere gab es kein Halten mehr, sie rannten wie die kleinen Kinder über den Rasen, hin zur Fankurve. Schnell wurden die vorher besorgten Final-T-Shirts übergezogen.

Tatsächlich hat es Eintracht Frankfurt zum zweiten Mal in Folge geschafft, ins DFB-Pokalfinale einzuziehen. Erstmal seit 1974 und 1975 ist es den Frankfurtern damit gelungen, hintereinander in ein Endspiel einzuziehen. Den Siegtreffer erzielte Luka Jovic. Die Hessen mussten fast 15 Minuten in Unterzahl spielen, da Gelson Fernandes vom Platz gestellt wurden. „Berlin, Berlin - wir fahren nach Berlin“ skandierten die mitgereisten 6000 Frankfurter Fans. Die Eintracht trifft damit am 19. Mai in Berlin auf Bayern München.

Der Schalker Manager Christian Heidel, der der Eintracht fair gratulierte, war hinterher entsprechend schlecht gelaunt: „Dass wir enttäuscht sind, ist doch klar.“ Zudem ärgerte sich Heidel, dass ein Tor von Franco di Santo kurz vor Schluss nicht anerkannt worden war. Vermeintlich hatte der Stürmer zuvor ein Handspiel begangen, die TV-Kameras konnten das aber nicht beweisen. Auch Schalke-Trainer Domenico Tedesco ärgerte sich über vergebene Torchancen und gratulierte: „Die Eintracht hat sich sehr aufgeopfert.“ Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic lobte die „unfassbare Willensleistung“ und ergänzte: „Das tut uns gut in unserer Situation.“ Für die Eintracht sei das zweite Erreichen des Finales in Folge etwas „sehr besonderes“.

Vor der Partie kochte noch mal schnell die Gerüchteküche hoch, der TV-Sender Sport1 wollte in Erfahrung gebracht haben, dass Slaven Bilic, 49, in der neuen Saison die Mannschaft als Nachfolger von Niko Kovac anleiten soll. Bilic, in der Bundesliga seit seinen Karlsruher Profizeiten (von 1993 bis 1996) kein Unbekannter, trainierte zuletzt bis 2017 das Team von West Ham United. Zuvor war er bei Besiktas Istanbul und Lokomotive Moskau tätig. Zwischen 2006 und 2012 war er der Coach der kroatischen Nationalmannschaft, damit hat er mit Kovac schon etwas gemein.

Für dieses Halbfinale war auch wieder, wie schon im vergangenen Jahr in Mönchengladbach, die komplette Eintracht-Entourage erschienen. Die nicht für den Kader nominierten oder verletzten Spieler reisten eigens per Bus am Spieltag in den Westen. Zur moralischen Unterstützung. 

Für die Partie auf Schalke hatte Trainer Kovac tatsächlich Omar Mascarell nominiert. Der defensive Mittelfeldspieler laborierte seit dem 10. Februar und dem Spiel gegen den 1. FC Köln an einer Fußverletzung, die sich als Haarriss herausstellte. Seit dieser Zeit hat er so gut wie nicht trainiert, eine Weile sogar einen Spezialschuh tragen müssen. Erst nach dem Abschlusstraining am Dienstag gab er Grünes Licht.

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