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Danny da Costa Phönix aus der Asche

Eintracht-Profi Danny da Costa hatte wenige Minuten zur Eigenwerbung - die hat er genutzt.

Danny da Costa
Hat sich zurückgemeldet: Danny da Costa (li.) Foto: Jan Hübner

Danny da Costa ist früh auf den Beinen. Vor allen anderen Eintracht-Profis ist der 24-Jährige an diesem Morgen auf dem Trainingsgelände im Stadtwald, eineinhalb Stunden vor dem ersten Ballkontakt sollen die Spieler von Eintracht Frankfurt anwesend sein, Danny da Costa steht schon um Punkt neun Uhr, noch in zivil, Rede und Antwort.

Streng genommen hat für ihn die Saison mit großer, großer Verspätung begonnen, da war die Hinrunde eigentlich schon gespielt. Danny da Costa, im Sommer von Bayer Leverkusen als Back-up für Rechtsverteidiger Timothy Chandler verpflichtet, hat bis dahin keine Rolle gespielt bei Eintracht Frankfurt, ganze 25 Minuten in den ersten beiden Partien gegen Freiburg und Wolfsburg hatte der Sohn eines Angolaners und einer Kongolesin, geboren in Neuss, bis dahin absolviert. Spuren hat er keine hinterlassen. 

Dann riss eine Sehne im hinteren rechten Oberschenkel und da Costa lag monatelang auf Eis. Erst im allerletzten Pflichtspiel Mitte Dezember im Pokal gegen Heidenheim tauchte Danny da Costa, wie Phönix aus der Asche, wieder auf. Und wie: Als Einwechselspieler bereitete er mit einem gleichermaßen unerwarteten wie beherzten Solo über rechts den 2:1-Siegtreffer vor. „Ich hatte eine Idee und habe sie durchgezogen“, sagte er damals. 

Er musste ja auch mal auf sich aufmerksam machen. „Wenn man die Chance bekommt, muss man sie auch nutzen“, sagte er gestern. Auch im Spiel gegen Freiburg am vergangenen Samstag, in das er zwölf Minuten vor dem Ende eingewechselt wurde, nutzte er zur Eigenwerbung, sorgte in der kurzen Zeit für neuen Elan und hätte fast wieder ein Tor vorbereitet.

Eigenwerbung ist gerade in der gegenwärtigen Situation bei Eintracht Frankfurt von Bedeutung. Denn die Hessen haben gerade auf der da Costa-Position, rechts hinten, ein Überangebot an guten Spielern. Neben da Costa noch Chandler und vor allem Marius Wolf, der im Moment die Nase vorn hat. „Ich würde als Trainer auch nicht wechseln“, sagt da Costa. Unlängst überschrieb die FR einen Bericht mit „Gedränge über rechts“. Er weiß um seine Rolle. „Ich muss mich hinten anstellen und mich über Kurzeinsätze empfehlen“, sagt der Schlaks, der 86 Spiele für den FC Ingolstadt und neun für Bayer Leverkusen absolviert hat.

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