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Bruno Hübner „Wir haben drei Torhüter im Kopf“

Sportdirektor Bruno Hübner äußert sich zu Kevin Trapp, frischen Europapokalträumen und ungeahnten finanziellen Möglichkeiten.

17 07 2016 xuhx Duisburg Schauinslandreisen Arena 17 07 16 Cup der Traditionen MSV Duisburg
Bruno Hübner sieht der Rückrunde entspannt entgegen. Foto: imago

Eintracht-Sportdirektor Bruno Hübner zieht am letzten Tag des Trainingslagers ein Fazit und spricht in einer ausgedehnten Presserunde über ...

... die Ambitionen in der Rückrunde: Wir wollen an die Leistung der Vorrunde anknüpfen und den Abstand zum Tabellenende vergrößern. 26 Punkte nach der Hinrunde waren nicht zu erwarten, weil wir wieder einen Umbruch hatten. Wir waren in jedem Spiel auf Augenhöhe und sind schwer zu bespielen. Ich denke, wir sind gut aufgestellt für die Rückrunde.

... eine etwaige Europapokalqualifikation: Wir wollen Spieler, die Träume und Ziele haben. Aber wenn wir in diese Richtung marschieren wollen, liegt harte Arbeit vor uns. Wenn wir nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben sollten, dann werden wir die Ziele korrigieren.

... mögliche Neuzugänge im Winter: Das ist nicht unbedingt geplant. Wenn wir vom kommenden Sommer etwas vorziehen können, werden wir das prüfen. Aber das ist kein Muss.

... die Gedankenspiele, wenn Torwart Lukas Hradecky den Verein, wie zu erwarten, am Saisonende verlassen sollte: Wir sind natürlich bereit, die Gespräche noch mal zu eröffnen und mit ihm zu verlängern. Aber das wird relativ schwer. Ich will nicht sagen aussichtslos. Aber wir wissen um die Problematik. Er hat im vergangenen Sommer wirtschaftlich auf einiges verzichtet (weil er in Frankfurt einen nicht sonderlich hoch dotierten laufenden Vertrag hat, den er nicht verlängerte; Anm. d. Red.), so dass ich glaube, dass bei ihm und seinem Berater, der sein Vater ist, jetzt gewisse Vorstellungen herrschen. Aber wenn wir die korrigieren können und das im Rahmen unserer Möglichkeiten ist, sind wir die Ersten, die gesprächsbereit sind. Wir haben dessen ungeachtet für den Sommer aber schon Ideen. Wir haben jetzt ein halbes Jahr Zeit und werden die Kandidaten im Training und in den Spielen beobachten. Wir haben drei Namen im Kopf. Die Torhüterposition ist eine sehr wichtige, wir haben das in den letzten sechs Jahren mit Kevin Trapp und Lukas Hradecky richtig gut hinbekommen. Und Trapp ist eine Vorstellung, die uns sehr gut gefällt. Er ist ja immer mal wieder hier in Frankfurt, aber wirtschaftlich ist das nicht darstellbar.

... ein mögliches Ausleihgeschäft von Edelreservisten wie Danny Blum, der kaum zum Zug kommt: Danny hat so viel Potenzial, weshalb wir uns nicht damit beschäftigen, ihn abzugeben. Obwohl wir ganz viele Anfragen für ihn haben. Und selbst wenn wir es schaffen, ihn für 20 Minuten hinzubekommen und ihn zum besten Einwechselspieler der Liga zu machen, haben wir einiges erreicht. Wenn man Mainz mal ausklammert, dann hat er oft noch mal den Umschwung gebracht, wenn er reinkam. Wir glauben nach wie vor an ihn. Natürlich muss es bei ihm irgendwann mal Klick machen, er muss mehr an sich arbeiten und mehr zeigen.

... über die finanziellen Möglichkeiten der Eintracht: Ich war schon im vergangenen Sommer überrascht, dass wir diese finanziellen Mittel zur Verfügung stellen konnten. Das war ein richtiger Schritt nach vorne. Ich bin ja im siebten Jahr hier, sechs Jahre lang war es für mich unvorstellbar, dass wir in diesem Bereich mal investieren können. Das war auch zwingend notwendig, denn um nicht immer nur gegen den Abstieg zu spielen und um mal den nächsten Schritt zu machen, musst du dich finanziell verbessern. Wenn man alleine sieht, dass ein Aufsteiger 60 Millionen in die Hand nehmen kann, dann merkt man, wie sich der Fußball verändert hat. Natürlich müssen wir schauen, gute Transfererlöse zu erzielen. Im Sommer nach der WM könnte  Bewegung reinkommen. Wir haben ja, so wie es aussieht, vier, fünf Spieler, die nach Russland fahren. Mijat Gacinovic etwa, Marco Fabian, Carlos Salcedo oder auch Luka Jovic, der in der serbischen U21 richtig gut gespielt hat. Wir haben den einen oder anderen Kandidaten, und wenn nach der WM ein Angebot kommen sollte, musst du genau abwägen zwischen Transfererlösen und Qualitätsverlust.

Aufgezeichnet von Ingo Durstewitz

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