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Branimir Hrgota Noch nicht ganz angekommen

Branimir Hrgota kann mit sich und seiner Situation bei Eintracht Frankfurt nicht richtig zufrieden sein.

Gedanklich manchmal zu langsam: Branimir Hrgota.
Gedanklich manchmal zu langsam: Branimir Hrgota. Foto: Stefan Krieger

Eigentlich hätte Branimir Hrgota lieber im Blickpunkt gestanden, um zu erklären, wie er den Bayern zwei Tore eingeschenkt und sie ein wenig gepiesackt hätte. Der Eintracht-Stürmer hätte erzählen können, wie er Manuel Neuer umkurvt und dann nur noch locker eingeschoben hätte, und auch sein zweites Tor hätte Erwähnung gefunden. Doch da sind ein paar Konjunktive zu viel im Spiel. So stand Branimir Hrgota nämlich in der Mixed Zone im Fokus, weil er genau diese beiden großen Chancen ausgelassen hatte. Gerade die erste Möglichkeit war eine groteske Szene, eigentlich hatte er alles richtig gemacht, doch er war gedanklich zu langsam und erlaubte es Mats Hummels, eine faire Grätsche auszupacken, die bundesweit frenetisch gefeiert wurde. Eine Rettungstat als Kunstwerk. Branimir Hrgota blieb indes nur der Frust.

Natürlich war der Schwede untröstlich, zu gerne hätte er sein persönliches Torekonto von vier weiter nach oben geschraubt, zu gerne hätte er den Bayern einen Wirkungstreffer versetzt. Wahrscheinlich wären die Münchener nicht auf die Bretter gegangen, andererseits waren sie an diesem Nachmittag auch nicht so stark, dass sie sich nur geschüttelt hätten und das Gegentor einfach an ihnen abgeprallt wäre.

Die Saison läuft für den aus Gladbach gekommenen Akteur so lala, der 24-Jährige stand in jedem Spiel im Kader, 14-mal wurde er für die Anfangsformation nominiert, viermal eingewechselt. Vier Tore (ein weiteres im Pokal) und zwei Vorlagen stehen zu Buche, das ist alles irgendwie okay, aber nicht so wirklich toll. Ein bisschen mehr Einsatzzeit hatte sich Hrgota erhofft, auch sein Status ist nicht so wie gewünscht: Er pendelt zwischen Bank und Feld, ist kein unangefochtener Stammspieler, aber das ist ja nicht mal Alex Meier. Er ist noch nicht so recht angekommen.

Hrgota hat selten restlos überzeugt, wirkt insgesamt nicht explosiv und dynamisch genug, irgendwie fehlt ihm ein bisschen die Spannung. Doch er will sich nicht ins Bockshorn jagen lassen und einen neuen Anlauf nehmen, schon am Samstag gegen den HSV.

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