Lade Inhalte...

Aymen Barkok Einmal aufpäppeln, bitte

Eintracht-Profi Aymen Barkok nimmt in Düsseldorf einen neuen Anlauf.

DFB Pokalfinale Herren, Eintracht Frankfurt - FC Bayern Muenchen
Wie einst im Mai: Aymen Barkok, Pokalsieger für immer. Foto: Huebner/Scheiber

In einem kurzen Promovideo für seinen neuen Arbeitgeber hat sich Aymen Barkok gleich mal von seiner Schokoladenseite gezeigt und den Fortuna-Fans den Mund ein wenig wässrig gemacht. Da erzählte der Edeltechniker, dieser Rastelli aus der Frankfurter Nordweststadt, dass der Ball „schon immer an meiner Seite war“, dass er bereits mit vier angefangen habe mit der Kickerei, „Ranzen in die Ecke und raus auf den Bolzplatz“, sagte er, der Käfigkicker, unten im Bauch der Düsseldorfer Arena. Und auch das noch: „Ich will meine Klasse unter Beweis stellen.“ 

In Frankfurt, bei der Eintracht, durfte er das nicht mehr. Nun nimmt er einen neuen Anlauf, der hochveranlagte, aber oft auch zu verspielte und taktisch ungeschulte 20-Jährige, Aufsteiger Fortuna Düsseldorf leiht ihn zunächst für ein Jahr aus, anschließend haben sich die Rheinländer eine Kaufoption zusichern lassen, die sie ziehen können, wenn der Spieler ihre Erwartungen erfüllt oder übertrifft. Die Eintracht wiederum hat sich ihrerseits ein Rückkaufsrecht in das Vertragswerk einarbeiten lassen. Und vorher den Kontrakt des Spielers um ein weiteres Jahr bis 2021 verlängert. Nicht unklug. 

Keine optimale Saison

„Wir sind nach wie vor von Aymens Leistungsvermögen überzeugt und haben ihn 2016 nicht umsonst für vier Jahre an uns gebunden und den Vertrag im Zuge der Verleihe um ein weiteres Jahr verlängert“, sagte Sportdirektor Bruno Hübner und ergänzte: „In der letzten Saison hatte er bei uns nicht die Möglichkeit, den Sprung in die Stammelf zu schaffen. Deshalb halten wir es für eine gute Lösung, dass er in Düsseldorf die Chance erhält, nachhaltig auf sich aufmerksam zu machen.“ 

Die zurückliegende Spielzeit lief für den Mann aus dem eigenen Stall denkbar holprig, er kam nur auf neun Bundesligaeinsätze (und einen unglücklichen im Pokal), keinen einzigen über 90 Minuten, nur zweimal stand er in der Startelf. Spuren konnte er kaum hinterlassen, eine Torbeteiligung beim 2:0 gegen Mönchengladbach ist notiert, ansonsten herrschte nur Leerlauf. 
Für den Spieler war klar, dass er sich verändern musste, erst vor wenigen Wochen sagte er im Gespräch mit der FR: „Es war schwierig für mich, weil wir einen breiteren und sehr guten Kader hatten. Aber ich bin 20 Jahre alt und möchte spielen.“ Ein Tapetenwechsel, der Schritt hinaus aus seinem gewohnten Umfeld, könnte der richtige Weg für den gebürtigen Frankfurter mit marokkanischen Wurzeln sein, vielleicht kann er seiner Karriere mittels einer Initialzündung einen neuen Schub verleihen. 

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen