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Auswärtsspiel in Dortmund Eintracht Frankfurt gehen die Spieler aus

Schon ziemlich früh in der Saison kämpft Eintracht Frankfurt mit Verletzungssorgen. Linksverteidiger Taleb Tawatha droht für das Spiel in Dortmund auszufallen.

Fussball 1.Bundesliga, Eintracht Frankfurt Training
Kann sich auch gegen geballte Erfahrung behaupten: Deji Beyreuther (Mitte) umzingelt von Nicolai Müller (links) und Marco Fabian. Foto: hübner

Man kann wahrlich nicht behaupten, dass das freundschaftliche Aufeinandertreffen zwischen Nordirland und Israel hierzulande besonders viele Leute vom Hocker hauen würde, selbst beinharte Fußballliebhaber werden das Länderspiel in Belfast (3:0) wohl eher unter der Rubrik special interest verbuchen. Die Verantwortlichen von Eintracht Frankfurt waren indessen am Dienstagabend genau ob dieser Partie ein wenig aufgeschreckt, das lag an einer frühen Auswechslung nach bereits 40 Minuten. Da verabschiedete sich Taleb Tawatha mit Rückenbeschwerden aus dem Spiel, ausgerechnet Tawatha, der letzte gesunde Linksverteidiger im Aufgebot der Eintracht.

Wie schwer die Blessur ist, die sich der 26-Jährige zuzog, ließ sich noch nicht genau absehen. Doch der Linksfuß droht fürs morgige Auswärtsspiel in Dortmund (20.30 Uhr) auszufallen. Und dann? Dann hätte Eintracht Frankfurt ein massives Problem, den Hessen gehen schon früh in der Saison die Spieler aus.

Makoto Hasebe als Notlösung

Jetro Willems ist nach seiner tölpelhaften Tätlichkeit aus dem Bremen-Spiel rotgesperrt, Timothy Chandler fällt mit einem Knorpelschaden für dieses Kalenderjahr aus. Viele Alternativen hat Trainer Adi Hütter nicht. Okay, er könnte Danny da Costa von rechts nach links ziehen und Makoto Hasebe stattdessen als Außenverteidiger aufbieten. Keine gute Idee: Da Costa kommt momentan schon auf seiner angestammten Seite kaum zum Zug und verhaspelt sich mit seinen überhasteten Flanken, Makoto Hasebe ist dort allenfalls eine Notlösung.

Oder Coach Hütter könnte den vormals ausgemusterten und nun wieder in Gnaden aufgenommenen Simon Falette eine Bewährungschance geben. Der Franzose ist Linksfuß, er hat unter Vorgänger Niko Kovac häufig als linkes Glied der Dreierkette agiert und dort sehr weit außen gespielt. Falette ist ein rechtschaffener und harter Zweikämpfer. Der Haken an der Geschichte: Seine fußballerische Begabung ist überschaubar, Flankenläufe oder präzise Hereingaben sind da eher nicht zu erwarten. Andererseits hat selbst die deutsche Nationalmannschaft ihre Wiedergutmachungstour gegen Frankreich mit zwei gelernten Innenverteidigern auf Außen begonnen: Antonio Rüdiger spielte links, Matthias Ginter rechts hinten. Gewöhnungsbedürftig und sicher kein Modell für die Zukunft.

Chance für Deji Beyreuther?

Oder Adi Hütter wählt die mutige Variante und verhilft einer Nachwuchskraft zu seinem Bundesligadebüt: Deji Beyreuther, 19 Jahre jung und seit einem knappen Jahr mit einem Profivertrag ausgestattet. Zu einem Pflichtspiel hat es für den Abwehrmann bislang nicht gereicht, aus der jungen Garde aus dem eigenen Stall wird ihm aber am ehesten der Sprung zu den Profis zugetraut. Ex-Trainer Niko Kovac sah etwas in dem Linksfuß, er wollte ihn perspektivisch aufbauen. „Er ist klar im Kopf ist. Deji bringt alles mit, was man braucht“, urteilte Kovac.

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