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Ausschreitungen bei der Eintracht Polizei soll Fans besuchen

Innenminister Boris Rhein stimmt sich mit Eintracht Frankfurt ab: Gewaltbereiten Eintracht-Fans drohen Hausbesuche der Polizei und längere Stadionverbote. Sogar der Arbeitgeber soll informiert werden.

03.11.2011 21:59
Felix Helbig
Einsatzkräfte der Polizei hatten beim Spiel der Eintracht gegen Kaiserslautern viel zu tun (Archiv). Foto: REUTERS

Innenminister Boris Rhein stimmt sich mit Eintracht Frankfurt ab: Gewaltbereiten Eintracht-Fans drohen Hausbesuche der Polizei und längere Stadionverbote. Sogar der Arbeitgeber soll informiert werden.

Wegen der jüngsten Ausschreitungen bei Fußballspielen von Eintracht Frankfurt hat Innenminister Boris Rhein (CDU) erneut „null Toleranz“ gegen gewalttätige Fans angekündigt. Nach einem Gespräch mit Eintracht-Vorstand Heribert Bruchhagen und Klaus Lötzbeier in Wiesbaden sagte er, die Polizei werde „weit intensiver“ als bisher tätig.

So werde sie gewaltbereite Fans vor bestimmten Partien zu Hause besuchen und ihnen, so Rhein, sagen: „Leute, dieses Spiel ist kein Spiel für euch.“

Aufenthaltsverbote böten dazu eine ausreichende rechtliche Grundlage. Auch längerfristige Stadionverbote will Rhein in Einzelfällen, in denen es um schwere Gewalttaten geht, aussprechen. Über Ausfälle minderjähriger Täter werde die Polizei Erziehungsberechtigte und Schulen, bei Erwachsenen auch die Arbeitgeber informieren. Der Minister betonte aber, dass der weit überwiegende Teil der Fans friedlich bleibe.

Eintracht-Vorstand Lötzbeier sprach auf FR-Anfrage von einem „guten und konstruktiven Gespräch“. Rheins Ankündigungen nehme der Verein zunächst aber lediglich „zur Kenntnis“. Äußern wollte er sich dazu nicht.

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