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Aufgezeichnet „Vielleicht sollten wir zu Hause mutiger spielen“

Eintracht-Manager Bruno Hübner spricht über seine Sorgen nach der Pleite gegen Augsburg.

Coach Niko Kovac.
Muss mit seinem Team an Lösungen arbeiten: Coach Niko Kovac. Foto: dpa

Am Morgen nach der ernüchternden 1:2-Heimniederlage gegen den FC Augsburg stellte sich der Frankfurter Sportdirektor Bruno Hübner den Fragen der Journalisten. Der 56-Jährige nahm sich viel Zeit und sprach über...

....den Heimfluch der Eintracht, die in diesem Jahr erst zwei Partien zu Hause gewinnen konnte: Wir haben in der ersten Hälfte sicher kein gutes Spiel gemacht, aber im zweiten Durchgang eine Reaktion gezeigt. Wir haben uns viele Chancen herausgespielt. Ich bin weit davon entfernt, von einer Krise zu sprechen. Wir müssen uns natürlich darauf einstellen, dass die Mannschaften hier sehr defensiv agieren und kompakt auftreten. Wir müssen in der Defensive wachsam sein, damit wir nicht immer einem Rückstand nachlaufen. Aber der Trainer hat das schon alles sehr gut analysiert. Er war am Morgen nach dem Spiel sehr gefasst. 

...die unglückliche Figur von Torwart Lukas Hradecky bei den Gegentoren: Wenn wir jetzt über Lukas diskutieren, dann diskutieren wir auf einem hohen Niveau. Lukas ist eine feste Konstante über Jahre hinweg. Am Samstag hat er bei beiden Gegentoren nicht gut ausgesehen, das weiß er, er kann sich selbst sehr gut einschätzen. Beim ersten hat er sich ablenken lassen, beim zweiten hat er darauf spekuliert, dass Caiuby den Ball abspielt und hat weniger mit einem Schuss gerechnet. In Normalform und mit etwas mehr Glück hätte er beide gehalten. Aber wir sind weit weg davon, über Lukas zu diskutieren. 

...die hohe Ballbesitzquote – ohne Ertrag: Ballbesitz schießt keine Tore. Am dritten Spieltag haben ganz viele Mannschaften mit wenig Ballbesitz die Spiele gewonnen. Du musst mit wenig Ballbesitz sehr effektiv sein. Das hat Augsburg geschafft. Wenn man viel Ballbesitz hat, muss man kreativer sein. Da müssen wir ansetzen. Aber das ist kein grundsätzliches Problem von Eintracht Frankfurt. Fast alle Teams tun sich gegen tiefstehende Mannschaften schwer, weil die Liga so ausgeglichen ist. Augsburg etwa hat mit zehn Mann verteidigt, die standen gefühlt zehn Meter vor dem eigenen Sechzehner. Da tust du dich auch schwer, wenn du gegen eine Regionalligamannschaft spielst. In den letzten 15, 20 Minuten kamen wir dennoch zu unseren Chancen, da müssen wir ansetzen. Diese 20 Minuten müssen wir mitnehmen.

...eine mögliche Rotation in der Englischen Woche gegen Köln und Leipzig: Grundsätzlich stellen wir diese Überlegung an, aber weniger wegen der Leistungen einzelner Spieler. Sondern einfach, um mehr Frische auf den Platz zu bringen. Ich glaube, dass die eine oder andere Umstellung möglich ist. 

 

...den durch die Heimniederlagen entstandenen Zugzwang: Wenn du zu Hause die Punkte liegen lässt, muss du gucken, dass du sie auswärts holst. Sonst bist du am Ende der Saison abgestiegen. Bisher lief es auswärts gut für uns, vier Punkte aus zwei Spielen, das ist gut. Jetzt treffen wir am Mittwoch auf einen Gegner, der mehr Probleme als wir hat. Köln wird sehr motiviert sein, wir haben uns in der Vergangenheit dort immer relativ schwer getan. Wir sind da aufmerksam und werden dementsprechend zu Werke gehen. Wir können das in Köln korrigieren. 

 

...die Fehler gegen Augsburg: In der Rückrunde hatten wir zu Hause viel Spielpech. Und jetzt haben wir kein Abschlussglück, da fehlt auch die Konzentration. Wir haben gegen Augsburg viele falsche Entscheidungen getroffen, wollten mit langen Bällen durch die Mitte spielen, da stand der Gegner aber gut. Da musst du, wie Bayern München, die Ruhe bewahren und hinten rumspielen, bis die Lücke da ist. 

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