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Ante Rebic Goldesel Ante Rebic

Eintracht Frankfurt könnte ein gutes Geschäft mit dem kroatischen WM-Fahrer machen – will ihn aber behalten.

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Nicht zu stoppen: Ante Rebic (links) läuft dem nigerianischen Verteidiger Abdullahi Shehu einfach davon – eine seiner leichtesten Übungen. Foto: AFP

Es ist unbenommen, dass das große Pokalfinale im Mai den Frankfurter Powerriegel Ante Rebic in die Umlaufbahn und schließlich in eine ganz andere Sphäre katapultiert hat. Sein denkwürdiger Auftritt in Berlin, als er die unschlagbaren Bayern im Alleingang geschlagen hat, der Eintracht ihren ersten Titel nach 30 Jahren ermöglichte und eine ganze Stadt in Ekstase versetzte, ließ den 24-Jährigen zum kleinen Riesen wachsen und in der öffentlichen Wahrnehmung erheblich an Bedeutung gewinnen. In Frankfurt hat er sich mit seinen beiden Toren und dieser unbeschreiblichen Vorstellung unsterblich gemacht.

Rebic, dieser schroffe, kantige Kerl aus dem dalmatinischen Split, hat in der Hauptstadt nicht weniger als das Spiel seines Lebens hingelegt, und am Tag nach dem Pokaltriumph outete er sich als Biermassen vernichtendes Feierbiest, das von Mitspieler Kevin-Prince Boateng vor einer ausflippenden Menge auf dem Römerbalkon in den Fußballolymp gehoben wurde. Längst legendär der vom coolen Entertainer Boateng ausgeplauderte Dialog, der sich vor dem Finale exakt so zugetragen haben soll: „In seinem super Deutsch hat er zu mir gesagt: ,Bruda, schlag den Ball lang.‘ Ich hab‘ gesagt: ,Bruda, ich schlag den Ball lang’“. Seitdem ist nichts mehr so, wie es vorher war, seitdem ist das Leben des Ante Rebic so ein bisschen aus den Fugen geraten. 

Prima Leistung gegen Nigeria

Am Samstag stand der Flügelspieler im ersten WM-Spiel seiner Kroaten gegen Nigeria wie selbstverständlich in der Anfangself. Auch in den beiden letzten Testpartien vor Beginn des Turniers in Russland durfte er von Beginn an wirbeln. Keine Frage: Seine mitreißende Darbietung im Pokalendspiel hat ihm in die Karten gespielt und seine internationale Karriere in der Länderauswahl beschleunigt. 

Und Rebic zeigte beim souveränen 2:0-Erfolg der kroatischen Nationalelf eine gute Leistung, war vielleicht sogar der beste Spieler seiner Mannschaft. Der schnelle Angreifer riss mit seiner Wucht und seinen rasanten Läufen immer wieder Lücken in die Abwehr der Nigerianer, die der Körperlichkeit und der „Urgewalt“ (Niko Kovac) des Kraftpakets nichts entgegenzusetzen hatten. Rebic war ein steter Unruheherd, an vielen gefährlichen Szenen beteiligt, auch wenn ihm die ganz große Aktion fehlte. Zufall war es dennoch nicht, dass er beim Führungstreffer sein Köpfchen im Spiel hatte. Nach einer Ecke von Luka Modric verlängerte er den Ball zu Mario Mandzukic, der seinen Flugkopfball derart verhunzte, dass die Kugel an die Hacke des Nigerianers Oghenekaro Etebo sprang und von dort aus ins Netz (33.). Nicht schön, aber nun ja: Tor ist Tor. 

Die Kroaten haben durch den wichtigen Auftakterfolg alle Möglichkeiten, sich in der sogenannten Todesgruppe mit Argentinien, Island und Nigeria durchzusetzen. Am Donnerstag (20 Uhr) kommt es zum Gipfeltreffen gegen Vizeweltmeister Argentinien, Ante Rebic wird sicherlich dabei sein. Von Anfang an. 

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